Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 1. (Budapest 1903)

Förster, F.: Odonaten aus Neu-Guinea III.

f. förster bestimniungstabellen herzustellen, anstatt die schwierige Phylogenesis der Gattungen zu ergründen zu versuchen. Ich konnte nun 1899 die Type der A. longitudinális SÉLYS stu­diren und befand sie als identisch mit meiner Agrionoptera Karschii. Wie es scheint, hat sieb DE SÉLYS durch die charakteristische Zeichnung der Thorakalseiten verleiten lassen. A. longitudinális bisericilis als Ne­soeria zu betrachten. Es ist also unrichtig, wenn DE SÉLYS früher be­hauptete. dass .1. longitudinális keinen Stirnzahn habe. Letzterer war an der Type durch öhligen Schmutz zugedeckt und hat sich Herr DE SÉLYS noch von dessen Vorhandensein überzeugt. Nachdem nun auch KARSCH die Agrionoptera longitudinális zu Agrionoptera gestellt hat. wird vielleicht Herr Dr. F. Eis angeben, aus welchen Gründen er A. longitudinális «trotz Herrn FOERSTER'S Auseinandersetzung» für eine Nesocria KIRBY hält. Ich selbst kann für letztere Ansicht keine Thatsachen auffinden. Weitere Fundorte der biserialis : Huongolf in der Nähe des Adler­tlusses (CARL WAHNES, Sommer 1900). Cratilla KIRBY. Die Gattung Cratilla KIRBY. gegründet auf BRAUER' s Orthemis (Pt o­torthemis) metallica kann nicht zu Protorthemis gestellt werden, (den Unterschied zwischen meiner Untergattung Pseudorth&mis und Protor­themis betrachte ich jetzt auch als spezifisch, wie denjenigen zwischen Camacinia gigantea und Neurothemis), da sie die Discoidaldreiecke fast senkrecht gestellt hat wie Orthetrum. Sie ist eine echte, natürliche Unter­gattung. die Protorthemis mit Orthetrum verknüpft, eine Übergangs­gattung rein indo-malayischen Vorkommens, ohne scharfe systematische Gattungswerthe, welche den Schmerz absolutistischer Gattungsautoren bilden wird. (Die echten Protorthemis scheinen mir rein papuanisch [östlich] zu sein [Celebes Neu-Guinea]). Die Kopfbildung ist Nesoxenien­artig und Cratilla KIRBY durch das Fehlen der Stirnzähnchen oder Spitz­chen an der untern Stirnkante auch weiterhin von der Gruppe Agrio­noptera-Nesoeria-Protorthemis abgetrennt. Durch die Zusendung der Cratillen des Ungarischen National-Museums bin ich in der Lage, über die bisher bekannt gewordenen Cratillen-Species Auskunft geben zu können. 1. Cratilla metallica • BRAUER. 1878. Körper fast ganz metallblau. Abdomen dunkler, nur die Carina der Thoraxvorderseite und die Inter­alarflecken. am Kopfe das Bhinarium. die Wangen, ein Punkt in der Schläfenmitte und die Unterlippe bis auf eine schwarze Längsbinde gelb. Borneo.

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