Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 1. (Budapest 1903)

Förster, F.: Odonaten aus Neu-Guinea III.

534 ' f. förster allen 4 Flügeln als «aberratio similis.» Aber die von Herrn T)r. KARSCH gegebene Statistik lehrt uns im Gegentheil. dass die similis eine echte geographische Basse ist, denn es findet sich unter den aufgezählten Exemplaren kein einziges aus der rein malayschen Eegion, welches in allen 4 Flügeln nur je eine Querader besässe, unter den papuanischen keines, das wenigstens in einem einzigen Flügel 2 Medianqueradern ent­hielte. (Es kommt nicht selten vor. dass bei Stücken mit 2 Queradern in einem der Flügel eine abortirt, der andere Medianraum ist aber dann mit absoluter Sicherheit zweiadrig, so dass dieser Sache keine grössere Bedeu­tung zuzumessen ist.) So beweist nicht nur KARSCH'S Material, sondern eine grosse Anzahl von papuanischen insignis-Formen. welche mir durch die Finger gingen, die Constanz der Einadrigkeit des Medianraumes des Papua-Typus similis. Wir haben es also logischer Auffassung zu Folge mit einem Bassenmerkmal zu thun und ist die similis eine Basse der insignis und keine «Aberration». Nach KARSCH'S Material scheint sich die similis-Basse auf Celebes (das auch sonst papuanisch beeinflusst ist) vom insignis-Tjgus loszutrennen, um dann weiterhin nach Osten zu un­vermischt die ganze Inselwelt zu besiedeln. An den Westgrenzen des Verbreitungsgebietes haben es die ziemlich isolirten Nikobaren zu einer eigenen insignis-Basse gebracht. Ausser­ordentlich schmalflügelige insignis $ J meiner Sammlung von Padang­Sumatra lassen den Weg vermuthen, den die insignis bei ihrer Umwand­lung in die Basse nicobaria BRAUER genommen haben mag. Eine weitere insignis-ÜRnae ist auf den Philippinen entstanden (A. insignis Basse quattuomotata BRAUER). Alle diese Bassen unterschei­den sich sehr wenig vom insignis-Typus, aber sie sind in der Natur vor­handen. gleichgültig, ob sie aus der Literatur ausgemerzt werden oder nicht und liefert ihre Erkenntniss und ihr Studium ein geologisch und biologisch wichtiges Deductionsmaterial. Für das papuanische Gebiet in engerem Sinne kommen zwei insig­nis-F ormen zur Geltung. 1) die similis-Form, 2) die papuensis-Form. Erstere bewohnt besonders die papuanische Inselwelt, letztere viel­leicht nur die Nordküste von Neu-Guinea und äehr nahe gelegene Inseln (z. B. Tami im Huongolf). Beide Formen besitzen nur eine einzige Sub­median-Querader in beiden Geschlechtern. Sie fliegen am selben Orte, so z. B. auf Tami und bei Bongu. An letzterem Orte sind sie zu wahrhaft herrlicher Entfaltung gelangt, so. dass sie auch vom ältesten Autor als zwei verschiedene «Arten» anerkannt würden.

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