Tátrai Vilmos szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 90-91.(Budapest, 1999)
HÁMORI, KATALIN: Bronzestatuetten des Mercurius von Tiziano Aspetti
52. Die Merkurstatuette aus dem Kreis des Aspetti. in der Wohnung des Ödön Faragó in Budapest über dem Ellbogen deutlich die Lötnaht eines schmalen Sprungs zu sehen, am linken Fuß fehlt die Hälfte der vierten Zähe. Die schwarze Lackpatinierung, die die gesamte Oberfläche überzieht, ist stellenweise abgescheuert, darunter scheint in Flecken das Dunkelbraun der natürlichen Bronzepatina durch. Die zuvor unbekannte Kleinbronze des Merkur in der Wiener Sammlung von Camillo Castiglioni wurde 1923 von Leo Planiscig veröffentlicht. 3 Er beobachtete an der Statuette den Einfluß einiger Werke Aspettis: des Bronzereliefs des Martyriums des heiligen Laurentius in der Kirche Santa Trinità in Florenz und der Atlantenfiguren am Kamin der Sala delf Anticollegio im Dogenpalast von Venedig. Der Forscher gab vom Gegenstand eine detaillierte Beschreibung und brachte auch eine Kupferdruckillustration, wo in der Rechten der Figur der vermutlich originale Heroldstab zu sehen und der dünne Sprung über dem linken Ellbogen zu erkennen sind. Frederik Müller veröffentlichte 1925 im Katalog der Versteigerung der Castiglioni-Sammlung in Amsterdam die Angaben, Bestimmungen und Analogien von Planiscig unverändert, fügte aber dann noch hinzu, daß das Kunstwerk aus der Wiener Kollektion von Miller von Aichholz zu Castiglioni gekommen war. In der Fotomontage, die dabei veröffentlicht wurde, sind der Heroldstab und der Sprung oberhalb des linken Ellbogens ebenfalls zu 3 Planiscig, L., Bronzestatuetten und Geräte. Sammlung Camillo Castiglioni, Wien 1923, 12, Nr. 55, mit Abb.