Kaposy Veronika szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 42. (Budapest, 1974)
SCHINDLER, WOLFGANG: Römischer Porträtkopf im Museum der Bildenden Künste
14. Vorderansicht des Kopfes (Abb. 8) Nikomedia in Bitlrynien, entstammen, 20 also der nordwestlichen Kunstprovinz Kleinasiens zugehören . In ähnlicher Weise ist beiden Köpfen — auf freilich ganz verschiedener Stilstufe — die Behutsamkeit abzulesen, mit der die verbliebene plastische Substanz linear angegriffen, flächig abgebaut und durch die neue übergreifende Gliederung und Achsenorientierung entspannt und entleert wird. Beide Köpfe zeigen das Bestreben, in der Meißelführung das Netz der feinen Bewegungen an der Oberfläche nicht voreilig zu zerstören und lahmzulegen. Das sind Merkmale, die wir in dieser Zeit vor allem in den östlichen Provinzen, so z. B. in Kleinasien finden, deren Werkstätten aus der offenbar nicht so schnell versiegenden Quelle helle20 S. Dörner, F. K.: Antike. 17, 1941, 145 : «Vielleicht ist das Porträt in Nikomedia selbst entstanden, wie man aus einem Urteil folgern möchte, das H. P. L'Orange mir brieflich mitzuteilen die Güte hatte ; er glaubt, daß der Porträtkopf aus Nikomedia der tetrarchischen Kunst auf griechisch beeinflußtem Gebiet angehöre.»