Hedvig Győry: Mélanges offerts a Edith Varga „Le lotus qui sort de terre” (Bulletin du Musée Hongrois des Beaux-Arts Supplément 1. Budapest, 2001)
ROLF GUNDLACH: Neferchaut - Chef der Wüstenpolizei unter Thutmosis III.
s.t=k-nb.t (an "jedem deiner Sitz(e)"), dem Opfertisch die sh.wt ("'Felder" = Opfergefilde) und der Ausdruck sh.wt=k-nb.wt ("alle deine Felder"); - das Blumenopfer entspricht dem Ausdruck rnp.wt ("Pflanzen"); - die Wiedergabe des auf dem Thron sitzenden Amun entspricht im Text die nfr.w ("Vollkommenheit", hier =Kultbild); - Name und Titel des Amun des Bildfeldes haben ihre Entsprechungen im Text; - Die Titel des Königs im Bildfeld haben im Textfeld ebenfalls ihre Entsprechungen; - Der Opferhaltung des Königs enstpricht im Textfeld die Haltung und Nennung des dwl ("Verehrung"), der göttlichen Gabe des c nh w?s ("Leben und heilige Kraft") an den König die mr.wt-Gabe ("Beliebtheit = Auserwähltheit") des Amun an den Beamten. Diese Verknüpfungen lassen sich graphisch darstellen: Amun König Bildfeld Name+Titel Handlung Opfertisch Blumenopfer Titel+Name Formel III I Thron Jmn.w R r .w nj-sw.t dj=f r nh-w3s ntr.w ntr-nfr nb-ß.wj t I s.t nfr.w Jmn.w nb- dj-mr.wt Wlsj ntr.w sh.wt rnp.wt t nb ntr-nfr Textfeld Während im Bildfeld Thron und Opfertisch, die beiden heiligen Orte des Amun, jeweils nur im Singular erscheinen, werden beiden Arten der heiligen Orte im Textfeld in typischer Überhöhung im Plural genannt. Die Charakterisierung der Orte als heilig wird im Text unter zwei Aspekten beschrieben, als "dsr.wt", d.h. heilig im Sinne von "abgegrenzt", und "w c b.wt" ("rein") zur Bezeichnung der inneren, durch Abgrenzung ermöglichten Heiligkeit.