Füzes Endre: A szántalpas hombártól a tájházig (Skanzen könyvek. Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2012)

Település - népi építészet - Freistehende Speicher in Westungarn

Speicher in der Luzerner Gegend. Im Jahre 1303 dürften diese Bauten schon recht weitverbreitet gewesen sein, da ihre Errichtung von den städtischen Behörden geregelt werden mußte. 1 9 Im Tessin und den umliegenden Tälern wurden die Speicher auf Pfosten gebaut, sie waren gewöhnlich einstöckig - unten der Stall, oben das Getreide und die verschiedenen Lebensmittel; ihr Namen lautete Torba. 2 0 Nicht zu vernachlässigen ist die Feststellung der schweizerischen Forscher, wonach der Getreidespeicher ein typisches Gebäude der selbstversorgenden Wirtschaften sei, welches seine Bedeutung solange behalten konnte bis der autarke Charakter der Wirtschaft dominierte. Der Baustoff, die Form, die Größe und die Verzierung der Speicher wurde durch die örtlichen Traditionen bzw. die ökologischen Verhältnisse der Gegend bestimmt. 2 1 Es sei bemerkt, daß uns freistehende Vorratskammern aus der Iberischen Halbinsel, den skandinavischen Ländern, dem Baltikum sowie auch aus den westlichen und östlichen slawischen Sprachgebieten bekannt sind. 2 2 Diese werden aber in der vorliegenden Arbeit nicht erörtert, da sie in keinem direkten Zusammenhang mit den westungarischen Getreidespeichern stehen. Schon diesem kurzen Überblick ist zu entnehmen, daß sich die freistehenden Etagenspeicher, die überall eine wertbewahrende Funktion ausübten, in den weiten Räumen West- und Osteuropas unter bestimmten geschichtlichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und geographischen Verhältnissen verbreitet und erhalten haben; in Bezug auf ihren Charakter und ihre Funktion bilden sie im Alpenraum eine spezifische bauliche Einheit. Am östlichsten Rand dieser Bauzone befinden sich die westungarischen Getreidespeicher. Es ist mit Gewißheit anzunehmen, daß am Entstehen des Mehrzweckspeichers vor allem grundlegende wirtschaftliche und gesellschaftliche Ursachen mitgewirkt haben, vor allem die Entwicklung der bäuerlichen Betriebe und somit das Bedürfnis, die Feldfrüchte und sonstige Werte in Sicherheit aufbewahren zu können. Der Getreidespeicher wurde ein unentbehrliches Gebäude der auf Vorratswirtschaft eingerichteten Bauernwirtschaften, wo die Güter vom feuergefährlichen und zur Lagerung ungeeigneten Wohnhaus entfernt, anderseits aber vor Schädlingen und Ränbern geschützt aufbewahrt werde n konnten. Es ist kaum zu bestreiten, daß der Speicher am frühesten in Westeuropa in der zweiten Halft e des ersten Jahrtausends 19. FELBER, J. K. 1951. 5. 20. SCHEUERMEIER, P 1943. II. 18. 21. HUBER, K. 1944. 110.; WEISS, R. 1959.263-264. 22. Die wichtigsten Publikationen: SCHIER, B. 1932. 395-411.; ERIXON, S. 1947. 576-609.; Atlas över svenskfOlkkultur. I. Materiell och social kultur. ERIXON, S. Uddervalla, 1947., Karte S. 42.; SIRELIUS, U. T 1921. 235-254.; HEININNEN, J. 1961. 94-105.; MANNINEN, L 1931-33. II. 253-257.; HABICHT, T 1959. 124-152.; PETERSON, A. 1969. 319-334.; NIEDERLE, L. 1911-13. 798-805.; HENSEL, W 1965. 49.; RHAMM, K. 1900.; FROLEC, V 1974. 172-178.; MOSZYNSKI, K. 1929. 526-529.; TILKOWA, D. 1962. 338-347.; BOHDANOWICZ, J. 1974. 199-216.; Polski Atlas Etnograficzny, red. GAJEK, J. Zeszt probny. Wroclaw, 1958. Mapa 14.; BIELENSTEIN, A. 1907. 119­127; EJIOMKBMCT, E. 3. 1956. 308-314.; EJIOMKBHCT, E. g. - FAHUKAB, O. A. 1967. 114-118.; PyccKeu HcMopuKo - EMHopa<))UMecKUH AMaac, MocKBa, 1967. Karte Nr. 16. FRANKOWSKI. E. 1918.; KRÜGER, E 1927. 88.; MARTINEZ, R. J. 1960. 80-112. 172

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