Cseri Miklós szerk.: Dél-Dunántúl népi építészete - A Pécsváradon 1991. május 6-8 között megrendezett konferencia anyaga (Szentendre; Pécs: Szabadtéri Néprajzi Múzeum, Janus Pannonius Múzeum, 1991)
Knézy Judit: Táji különbségek a somogyi paraszti építkezésben, (1696-1860)
REGIONALE UNTERSCHIEDE IN DER BÄUERLICHEN BAUWEISE IN SOMOGY (1696-1860) (Wirschaftsgebäude in der Gewanne) Die Studie versucht auf Grund der Untersuchung der Wirtschaftsgebäude in der Gewanne die regionalen Unterschiede in der bäuerlichen Bauweise in Somogy 1696-1860 zu erfassen. Nach den Ursachen der Unterschiede forschend wurde die Frage aufgeworfen, wie die wirtschaftlichen Eigenarten und verschiedenen Naturbegebenheiten (v. a. Mangel oder Reichtum an Holz) sowie die vorhandenen Traditionen, königlichen und lehnsherrischen Anordnungen die einzelnen Bautechniken, die Gebäudesorten und Gebäudenensembles beeinflußten. Die die Bauarbeiten aus Holz verbietenden Verordnungen konnten vor allem in den Großgrundbesitzen auf den holzarmen Gebieten rascher zur Geltung gebracht werden. Wo Ansiedlungen erfolgt sind, war es leichter, die Erfüllung der neuen Forderungen durchzusetzen (bei den Deutschen, im Falle der städtischen Handwerker in den Oppidien), als dort, wo die Tradition der Block-, Flechtwerk- und Ständesbauten und der mit Knüppeln befestigten Schaubenotrhdächer noch lebendig war. Auch im Falle des gleichen Grundbesitzers ergaben sich Unterschiede zwischen seinen unterschiedlich liegenden und anders angelegten Gutsbesitzen hinsichtlich der Veränderung der Bautätigkeit. Allgemein ist es eher gelungen, die mit Knüppeln befestigte Wirstrohüberdachung wegfallen und statt dessen Schaubendächer anwenden zu lassen, später war man bestrebt zu erreichen, daß auch die Seitenwände der Häuser nicht aus Holz (Block-, Flechtworkwände, und Ständesbaukonstruktionen) gebaut werden. Bis zur Jahrhundertwende wird es ersichtlich, daß die meisten Bauten aus Holz in den südlichen Gebieten des Komitates erhalten bleiben. Blockhäuser in der Umgebung von Csurgó, und die meisten Lehmstampf- und Lehmzeigelhäuser im Äußeren Somogy und allgemein im nördlichen Teil des Komitates. Allgemein stand das Äußere Somogy beim Übergang zum Bau aus Lehm den anderen Gebieten vor, dem die Gebiete entlang des Kapos folgten, dann die Umgebung von Marcali, zuletzt die Gemeindegruppen von Kisbalaton und von Nagyberek. Auf den nordwestlichen Gebieten blieb die Verwendung von behauenen Dachbohlen, und des aus gespaltenen Balken konstruierten Schärenjachdaches länger erhalten. Auf dem Gebiet des an Schilf reichen Nagyberek war die Schilfüberdachung allgemeiner verbreitet, und daher auch für ärmere Familien erreichbar. Bei den Stampfbauten ermöglichte die Technik die Errichtung von größeren Gebäuden in einem, d. h. unter einem Dach. Hierfür sind die meisten Exemplare ebenfalls im nördlichen Teil des Komitates erhalten gelieben. In der Gewinne kamen Speicherkammer, Gruben und Keller in größerer Zahl ebenfalls in den Gemeinden des Äußeren Somogy vor, die über größere Vorräte verfügten. Für die am meisten westlich liegenden Gebiete sind holzbewehrte Speicher, für die Umgebung von Csurgó hingegen in Ständerbauweise mit Flechtwerk oder Bohleuwand errichtete Schnapshütten, große abgesondert stehende Kammern charakteristisch. Auf einem Gebiet entlang der Drau dienten zur Speicherung von Mais sog. Maiskörbe, die ein Gerüst aus Holz und Seitenwände aus Flechtwerk hatten. Mit den örtlichen geologischen Begebenheiten lassen sich im nördlichen und nordwestlichen Teil des Komitates die in die Lößwand gehöhlten Bauten diverser Funktion (Keller, Kellerhöhlen, Kammer, Hühnerställe, Notwohnungen) erklären.