Bereczki Ibolya - Nagyné Batári Zsuzsanna - Sári Zsolt: Ház és Ember, A Szabadtéri Néprajzi Múzeum évkönyve 26. (Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2014)

H. CSUKÁS GYÖRGYI: A Bakony, Balatonfelvidék tájegység története a megvalósulásig

aufgrund von Gegenständen im Besitz von anderen Mu­seen Kopien von Einrichtungsobjekten machen lassen. Den Bauprozess der regionalen Einheit haben wir im Komitat Veszprém, woher unsere Gebäude stammen, mit einer Serie von Zeitungsartikeln und Ausstellungen bekannt gemacht. Wir blieben mit den Mitarbeitern des Museums Dezső Laczkó in Veszprém in engem Kontakt. Sie haben uns in den Restaurierungsarbeiten sowie mit Ausleihen von Gegenständen geholfen. Die bei der Er­richtung erlebte bedeutende Zusammenarbeit der Gesellschaft war auch bei der offiziellen Eröffnung merk­bar: die Dörfer entsandten große Delegationen, die an den Feierlichkeiten teilnahmen. Der Staatspräsident, Ferenc Mádl, geboren im Komitat Veszprém, hat die Ausstellung eröffnet. Bis zum Zeitpunkt der Eröffnung wurden das Dorf­zentrum mit der katholischen Kirche, dem Brunnen, dem Waschhaus und dem Spritzenhaus, sowie mit drei Höfen an der Strasse zur Kirche und dem vierten Hof ihnen gegenüber, errichtet. Im weiteren wurden die Wassermühle aus Nyiräd, der Kalvarienberg aus Gyulafi- rátót sowie der katholische Friedhof fertig gestellt. Das älteste Wohnhaus wurde 1754 gebaut, die Einrichtung jedoch vergegenwärtigt die Zeit zwischen Mitte des 19. Jahrhunderts und den 1940er Jahren in verschiedenen Zeitabschnitten. Die Wohnhäuser führen die Lebensweise und Wohn­kultur der Bevölkerung einer solchen Region vor Augen, wo infolge der ökologischen Bedingungen Ackerbau und Viehhaltung eine geringere Rolle spielten. Die Wirtschaft basierte eher auf Waldnutzung in der Bakony-Gegend und auf Weinkultur im Balaton-Oberland. Aus diesem Grund ist es bedauerlich, dass die Presshauskeller auf dem Weinberg nicht aufgebaut sind. Die eingerichteten Bauernhöfe stellen auch die Gliederung der Bewohner je nach Vermögenslage, sozi­ale Stellung und Konfession vor, vom wohlhabenden Kleinadligen bis zum landlosen Kätner. Die Nutzbarma­chung für die Verbreitung von Kultur und Bildung stellte einen wichtigen Gesichtspunkt bei der Auswahl der Bauten der regionalen Einheit und bei der Zusammen­stellung ihrer Einrichtung dar. Die Wassermühle, der Brunnen mit dem Waschhaus und das Spritzenhaus bie­ten eine hervorragende Möglichkeit, Vorführungen und thematische Aktivitäten zum Thema Nutzbarmachung des Wassers abzuhalten. Die Sakralbauten und das Wohnungsinnere von Nyiräd, die die Vorbereitungen zum Kirchenfest heraufbeschwört, stellen Verbindung­spunkte zu den katholischen Feiern dar. Der Hof von Kädärta ist eine geeignete Umgebung zur Vorführung der Tätigkeiten eines armen Mannes (Korbflechten, Bie­nenzucht, Pilzsammeln) und der Hof von Mindszentkälla eignet sich bestens zur Vorführung der Steinbearbeitung. 46

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