Kassák Lajos: MA buch (Berlin, 1923, Facsimile: Kassák Múzeum, 1999)
3 jakoschka weint jakoschkas äugen drehen sich auf diamantenrädern o schaut nur selbst unsere teller kletterten an die wand in ihrer wehmut und mit rosigen handflächen verhüllen sie jetzt die aussichten der verliebten oweh oweh oweh so laufen die vorhänge überall herunter und der die bank gewann wird unbedingt auch den frosch schlucken ich bin niemand du bist niemand er ist gleichfalls kein jemand die fliegen wandern aus fernsten fernen nach dem braten der armen frau aber die arme frau brummt dennoch nur über jakoschka und an ihren fingern gehen die dornen in blumen auf glaubt nur die armen können sich selbst mit jakoschkas tränen nicht begnügen die armen der weit sind nicht wegen der brotlosigkeit vom schicksal heimgesucht vielmehr weil gott sie mit einem ebenso großen magen bedacht hat wie die reichen fraget nur die bücherstinkenden redner doch wendet euch nicht an die papageien tristan tzara schrieb schon vor jähren: die vögel scheißen auf die köpfe der bürger übrigens kann die Wahrheit auch nur von dichtem ausgesprochen werden ich bin den dichtem verwandt doch gleichzeitig bin ich auch spaten und hebekran und jetzt seht die äugen jakoschkas in meinen äugen die ist ein junges schönes mädchen verlassen von ihrem geliebten ich bin nur der unendliche schrei doch wer seid ihr 22 august 1921. wißt ihr daß man euch gestern die gute hoffnung samt euren zahnen aus dem gaffermunde schlug wißt ihr daß die sterne euch enterbten daß ich euch gleichfalls anspucke und daß in euren magen statt eines ehrlichen hungers nur schäbige leitartikel knurren und dennoch MENSCHEN o o wir sind entsetzlich eins. 17