Arany János - Győrei Zsolt (szerk.): Der ruf der Nachtigall (Budapest, 2019)

III - „Er brummt und murrt hier und da” - Frau Agnes

Jetzt beginnt das große Weinen, Schluchzen, seufzen, Tränen fließen, Wie Morgentau von Lilien, Regentropfen sich ergießen. Oh, gnädiger Vater, verlass mich nicht. „Meine hochverehrten Herren! Gott möge mir Gnade bringen, Auf mich wartet dringend Arbeit, Ich muss mich nach Hause zwingen.“ Oh, gnädiger Vater, verlass mich nicht. „Schmutz befiel mein weißes Linnen, Waschen muss ich diesen Blutfleck! Solcher Schmutz darf da nicht bleiben, Muss mich retten vor diesem Schreck. Oh, gnädiger Vater, verlass mich nicht. Die Richter hören die Bitte, Schauen sich tief in die Augen, Alle sind still. Es fällt kein Wort. Stumme Gesten müssen taugen. Oh, gnädiger Väter, verlass mich nicht. „Geh nach Hause, du arme Frau! Wasch das Blut aus deinen Linnen, Geh nach Hause, Gott sei mit dir, Gebe Kraft für dein Beginnen. Oh, gnädiger Vater, verlass mich nicht. Wieder wäscht sie ihr weißes Tuch, Sie reibt es am Bach im Wasser, Sie wäscht ihr reines weißes Tuch, Das Laken wird langsam blasser. Oh, gnädiger Vater, verlass mich nicht. Vergeblich wird das Tuch nun rein, Alles Blut ist jetzt endlich fort, Doch Agnes sieht es, kann es fühlen, Wie in der Nacht am Schicksalsort. Oh, gnädiger Vater, verlass mich nicht.

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