Arany János - Győrei Zsolt (szerk.): Der ruf der Nachtigall (Budapest, 2019)
II - „...ein morscher, faulender Baum...” - Im Garten
Im Garten Traurig und ruhig steh ich im Garten, Werke herum an den Zweigen, Oben im blauen klaren Himmel Bricht ein Kranichschrei das Schweigen. Über das Gras dringt Taubengurren Bis hinein in meine Ohren, Einsam ist diese Nachbarstaube, Wie die Tote dort, verloren. Wenig Leute kommen zu Besuch, Auch die sind schnell wieder draußen, Man sieht, die junge Tote war arm, Dazu fremd, sie kam von außen. Und wenn sie denn Verwandte hatte, Verschluckte sie die weite Welt, Besuch kam nicht aus sanftem Mitleid, Vielmehr bloß Neugier, die gefallt. An der Hütte der trauernde Mann, Geht stöhnend mit schweren Tönen, Helle Bretter scheinen herüber, Die besten möchte er wählen. Sie sollten zu der Wiege werden, Die anderen zum Ehebett: Jetzt baut er für seine tote Frau Den Sarg, er nagelt Brett an Brett. Da weinte das kleine Waisenkind, Ganz selbstvergessen weinte es. Jetzt lernt es gerade das erste Wort, Aus dem schweren Buch des Lebens. Die Magd schüttelt es in ihrem Schoß, Schmollend fliegt es auf und nieder, „Na weine doch nur!“, ruft die Magd, Schlägt das Kind, es weint dann wieder.