Arany János - Győrei Zsolt (szerk.): Der ruf der Nachtigall (Budapest, 2019)

II - „...ein morscher, faulender Baum...” - Im Garten

Traurig und ruhig steh ich im Garten, Die Äste sind jetzt verbunden, Totengesang dringt mir ins Ohr ... Ich bin durch nichts daran gebunden! Sie war nicht verwandt, nicht mal bekannt, Was kümmern mich fremde Sorgen? Für mich sind die eigenen genug, Zu wissen, ich bin geborgen. Gleichgültig ist die Welt, das Leben Ein überfüllter Tanzsalon, Und darin tummeln sich die Menschen, Einer kommt, andre gehn davon. Wer könnte diese Menschenmassen Alle freundlich einzeln kennen? Da ist es doch schon Anteilnahme, Die Bekannten zu benennen. Gleichgültig ist die Welt, die Menschen Sind gierig, sie fressen, reißen, Wie Raupen sind sie unersättlich, Sie kriechen nur und beißen. Und wenn der alte Gärtner, der Tod, Einen von ihnen sterben lässt, Dann kommt ein neuer aus dem Boden, Der ist nicht anders als der Rest. 26 27

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