Schultheisz Emil: Traditio Renovata. Tanulmányok a középkor és a reneszánsz orvostudományáról / Orvostörténeti Közlemények – Supplementum 21. (Budapest, 1997)

5. Über die Werke des Albicus. Ein Beitrag zur spätmittelalterlichen medizinischen Hand-schriftenkunde

35 Die Handschriften können und sollen in diesem Verzeichnis nicht systematisch geordnet werden, da sie sowohl dem Inhalt nach, wie auch bezüglich der Entstehung verschieden sind. In den Manuskripten handelt es sich um a. Gesundheitsregeln, b. Pestschriften, c. Practica, d. Consilia, c. Recepta, f. fragmentarische Schriften verschiedenen Inhaltes. Eine Sonderstellung nimmt das Buch Regimen hominis sive Vetularius ein, das zwischen den ersten mitteleuropäischen lñçųñabe ñ in Druck gelegt wurde: Albicus von Unicow: Re­gimen hominis sive Vetularius, Leipzig, Marcus Brandis, 26. August 1484, 4°, 38 Bl., schwarz und rot gedruckt. Bl. Ia m Sign. a. rot: Tractatulus de regimine hominis compositus per magistrum et dnm dnm Albici archiepiscopum Pragensem. Incipit: ,,(M) Edicine in ombz divificant pirincipaliter in palisi scdm coplexione hominis pradij et cene cum electua­rio de coctanis aut tosta panis..." Endet Bl 36b Z 26: ... „und das ander lasse sten mit de sode und das offter dir wir dass et tun de isto et Magisri Albici arte medici nec no ecclesie pragensi archiepiscopi Regimen sanitatis qd alio nomine Uetularius nuncupatur finit feliciter Impssum in Lipczk per Marcum brand' Anno dn Mcccc Lxxx iiij xxvi die Mens Augusti" 10 Dieses Buch schrieb Albicus als er schon 30 Jahre in Prag gelehrt hatte, wie das aus einer Bemerkung zu entnehmen ist: ,,legi ante tempóra in vniuersitate pragensi fere xxx annos" (fol. 24a). Es handelt sich um eine Sammlung Gesundheitsregeln, die der Autor für den Kö­nig Venzeslaus verfasst hat. Eine ausführlichere Besprechung findet man bei Hasner 1 1. Die darin befindlichen Pestschriften wurden von Sudhoff besprochen 1 2. A. Albicus-Handschriften 1. Budapest a. Universitätsbibliothek Sign. No. 65. Cod. chart, saec. XV. in einer Sammelhandschrift auf fol. 336v-fol. 338v. Eine lateinisch-deutsche Handschrift. Inhaltlich folgt sie der Ein­teilung des Vetularius, doch ist sie wesentlich kürzer. Incipit: „De regimina sanitatis...". Zeile 8-9: „Magister Albicus excerptus medicus dedit tale regimina". Es folgen Kapitel: „Regimen contra pestilenciam, De balneis". Auf fol 337v fährt dieselbe Schrift fort: „Von dem Oderlossen...", fol. 338r „Von der gestalt des blutes", fol. 338v befinden sich die Monatsregeln. 1 0 Sudhoff schreibt noch an der oben zitierten Stelle, dass drei Werke, des Albicus in Druck gelegt wurden, nämlich Praxis medendi, Regimen pestilentiae und Regimen hominis seu Vetularius, alle drei bei Marcus Brandt (sie!) in Leipzig, 1484. Sudhoffs diesbezügliche Angaben sind auf Landau's Studie zurückführen (Die ältesten medizini­schen Drucke, Mi¡t. f. Geschichte d. Med. 3. 1904, 256 ff.), wonach ein tractatulus de regimine hominis 1483 und ein Praxis medendi dem folgend 1484 in Druck gelegt wären. Landau beruft sich aber auf Hain (H 603, 604, 605). In der Tat lässt sich bibliographisch nur ein Werk nachweisen, das aus den genannten drei Teilen besteht und bei Marcus Brandis verlegt wurde. Im Gesamtkatalog der Wiegendrucke wird es unter No. 804 aufgeführt. Je ein Exemplar besitzen die folgenden Bibliotheken: Wroclaw UB, Jena UB, London Brit. Mus., Magdeburg Stdt. B., München SB, Prag Strahow und Klementinum, Wien NB, Zwickau StdtB, Nach dem GW wäre noch ein Exemplar in Berlin und Hemberg. Ersteres wird seit Kriegsende in Marburg/Lahn verwaltet, letzteres leider ver­misst. 1 1 Siehe Añm. 2. 1 2 Sudhoff, K.: Arch. Gesch. Med. 7, 1914, 98 ff.

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