József Antall szerk.: Aus der Geschichte der Heilkunde / Orvostörténeti Közlemények – Supplementum 13-14. (Budapest, 1984)
Ungarische Topographie geschützter Apothekeneinrichtungen von historischem und kunstgewerblichem Wert (M. Vida)
velur überzogen und besteht aus einer sich nach oben verjüngenden Schubfachreihe, in der Mitte mit einer Flügelengel-förmigen Türöffnung. Der aus drei Teilen bestenende Taratisch ist ebenfalls mit Kunstvelur überzogen, vorn und oben mit einer Glasplatte bedeckt und treppenförmig ausgestaltet. Museumswert besitzt das Ölgemälde des Gründers Bischof György Széchényi vom Ende des 17. Jahrhunderts. Die sich in den Vitrinen des Ausstellungsraumes befindlichen Gefäße, Apothekeninstrumente, Bücher usw. sind zum Teil Eigentum des Győrer JánosXantus-Museums, zum Teil de Budapester Medizinhistorischen Museums „Semmelweis" sowie weiterhin Hinterlegung des Benediktinerordens. Dies ist die einzige Apotheke des Landes, welche eine doppelte Funktion versieht. Sie ist einerseits eine funktionierende Apotheke, zum anderen ein Apothekenmuseum. Engel-Apotheke —Apothekenmuseum (1601) (Teil des Franz-Liszt-Museums) (Sopron, Fő tér 2) Ursprünglicher Ort : Sopron Apothekenhaus, seit 1646 ist die Apotheke im Gebäude tätig. Erbaut zwischen 1656 und 1658, im Jahre 1850 umgestaltet. Die Wiederherstellung gemäß dem Charakter des 17. Jahrhunderts erfolgte zwischen 1966 —67. Klassizistisch, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts Glatte Stellage mit einfachen Konturen, in U-Form aufgestellt. Zwischen den offenen Regalen befinden sich Halbsäulen klassizistischen Charakters mit oben einfachem, nicht gegliederten Abschlußgesims. Der Taratisch ist mit Glastüren versehen und mit einer Marmorplatte bedeckt. Die Ausstellung stellt in gesonderten Vitrinen Gegenstands- und Dokumentationsmaterial aus dem Komitatsgebiet vor. Im Interieur der Offizin haben die originalen Wiener Porzellangefäße der Engelsapotheke sowie die mit Engelskopf verzierten Gläser ihren Platz gefunden. Hier befindet sich weiterhin das Gefäßmaterial der späteren Soproner Apotheken (Erlöserapotheke, Goldene Kreuzapotheke). Sonstige wichtigere Ausstellungsgegenstände von musealem Wert: Ölgemälde des István Dorfmeister sen.: Heiliger Damianųs und Kosma. 18. Jahrhundert (aus der Löwenapotheke). Habaner Tonne, 1666 (aus der ehemaligen Koszeger Jesuitenapotheke) Mörser. Bronze, 1771. (Aus der Soproner Löwenapotheke) Geschützte Einrichtungen Goldene Adler-Apotheke (1767) (Győr, Kossuth Lajos u. 20) Apothekenhaus, erbaut um 1890 Biedermeier, 1850er Jahre 139