Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 200-201. (Budapest, 2007)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK — COMMUNICATIONS - OFFNER, Robert: Der Klausenburger Arzt Johannes Hertelius (1565-1612) und sein Beitrag in der Beschreibung Siebenbürgens im Giovanni Antonio Maginis Werk: Geographiae Universae tum veteris tum novae absolutissimum opus (1596) - Johannes Hertelius (1565-1612) kolozsvári orvos adaléka Erdély földrajzi leírásához Giovanni Antonio Magini Geographiae Universae tum veteris tum novae absolutissimum opus című munkájában (1596)

Hertelius und das geographische Werk von Magini Der bedeutendste bislang bekannte wissenschaftliche Verdienst von Hertelius war nicht medizinischer sondern eher naturwissenschaftlich-historischer Natur, nämlich sein persön­licher Beitrag zu einem der wichtigsten geographischen Werke seiner Zeit, in der Geographie von Claudius Ptolemäus (100-178), die vom namhaften Mathematiker, Astronom und Geographen Giovanni Antonio Magini (1555-1617) im Jahre 1596 in Venedig herausgegeben wurde. Dieser war ein gebürtiger Paduaner, der nach seinen Studien in seiner Geburtsstadt und Bologna am letzter ort zum Professor der Mathematik wurde und als Anhänger des geozentrischen Weltbildes und somit als Widersacher des berühmten Gelehrten und Vertreters der heliozentrischen Lehre: Galileo Galiei galt. 73 Er gab mehrere Werke heraus, davon eines der bedeutendsten war die Neuauflage des umfangreichen zwei-bändigen geographischen Kompendiums 1596 in Venedig (Abb. 6) des berühmten griechischen Gelehrten Claudius Ptolemäus von Alexandria (100-178): Geographiae Universae tum veteris tum novae absolutissimum opus duobus voluminibus districtum districtum in quorum prioré habentur Cl. Ptolemaei Pelvisiensies etc. 74 Auch dieses antike Werk geriet über byzantinische Vermittlung während der Renaissance nach Oberitalien, wo es 1475 erstmalig von Angelus Vadius und Bernardo Picardus herausgegeben und von Hermann Liechtenstein in Vicenza in Druck veröffentlicht wurde. 75 Bald galt dieses Werk als Referenzwerk für die Lehre des geozentrischen Weltbildes in ganz Europa. Durch die rasche Entwicklung der Buchdrucktechnologie folgten mehrere Auflagen der Geograph i a von Ptolemäus, dessen Name vom geozentrischen Weltbild und von seinem geographisch­kartographischen Grundlagenwerk untrennbar ist. 76 Magini hat das Werk von Ptolemäus sowohl inhaltlich als auch von seinem Aufbau her komplett neu konzipiert, mit zahlreichen neuen Landkarten von Hieronymus Porro bereichert und mit seinem sachkundigen Kommentar aktualisiert. Die Auflage wurde durch die großzügige Förderung des Großherzogs von Mantua, Vicenzo Gonzaga ermöglicht. 77 Für den sorgfältigen und kompetenten Herausgeber Magini spricht auch, dass er auch das Kapitel über Ungarn und Siebenbürgen, das in der vorherigen Auflage 73 http://en.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Antonio_Magini (20.01.2007) 74 Magini, G. A.: Geographiae Vniversae Tvm Veteris Tvm Novae Absolvtissimvm Opvs Dvobvs Volv-tninibvs Distinctvm, Jn quorum prioré habentur Cl: Ptolemaei Pelvsiensis Geographica; enarrationis Libri octo: Quorum primus, qui praxepta ipsius facultatis omnia complectitur, commentarijs vberrimis illustratus est à Io. Antonio Magino Patavino. In secundo volumine insunt Cl. Ptolemas antiquae orbis tabula: XXVII. Et tabul.e XXXVII. recentiores, ..Vna cum ipsarum tabularum copiosissimis expositionibus, Auetore eodem Io. Ant. Magino. Venetiis, 1596. 73 Hieronymus, F.. Griechischer Geist aus Basler Pressen. Geographia universalis, vetus et nova, complectens Claudii Ptolemaei Alexandrini enarrationis libros VIII. Basel, Heinrich Petri, März 1540. Fol. Quelle: http://www.ub.unibas.ch/kadmos/gg/ (02.01.2007). 76 Das Werk Geographia hyphegesis" von Claudius Ptolemäus wurde erstmals unter dem Titel Geographia univer­salis, vetus et nova etc. 1475 zu Vicenza in Druck veröffentlicht. Zu den späteren Neuauflagen - ohne den An­spruch auf Vollzähligkeit - zählen: 1477 Bologna, 1482 Ulm, 1490 Roma, 1507 Roma, 1508 Roma, 1511 Venezia, 1513 Straßburg, 1514 Nürnberg, 1522 Straßburg, 1525 Nürnberg, 1535 Lyon, 1540 Basel, 1596 Venezia, 1597 Köln, 1608, Köln, 1617 Arnhem, 1618 Amsterdam, 1621 Venezia, sogar 1843 Leipzig! 77 Magini, G. A/.1596. Pars Prima, III.

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