Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 200-201. (Budapest, 2007)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK — COMMUNICATIONS - OFFNER, Robert: Der Klausenburger Arzt Johannes Hertelius (1565-1612) und sein Beitrag in der Beschreibung Siebenbürgens im Giovanni Antonio Maginis Werk: Geographiae Universae tum veteris tum novae absolutissimum opus (1596) - Johannes Hertelius (1565-1612) kolozsvári orvos adaléka Erdély földrajzi leírásához Giovanni Antonio Magini Geographiae Universae tum veteris tum novae absolutissimum opus című munkájában (1596)

Höflinge und Amtsträger aller Sprachen und Berufszweige. Auch am Hofe Sigismund Báthorys herrschten Sitten und Kultur im Stil des italienischen Spätrenaicense. 53 Auch er bevorzugte italienische oder in Italien ausgebildete inländische Intelligenz um sich. Allein unter den bekannten Hof- und Leibärzten finden wir viele Italiener, wie: Giorgio Biandrata, Nicoiao Paruta, Nicoiao Buccella, Simone Simoni, Marcello Squarcialupi, Fabiano Nifo, Pietro Maria Quadrio, Massimo Milanesi, Geronimo Brissianus, Cesare Peverello und Johannes Muralto. 54 Als einziger Hofarzt siebenbürgischer Herkunft um jene Zeit ist der Kronstädter Paulus Kertzius (1541-1600) übermittelt. In der siebenbürgischen Medizin­geschichte war Hertelius als Leibarzt am Fürstenhof bislang nicht bekannt. 55 Während der Regentschaft des unbeständigen, wankelmütigen und kränklichen Fürsten Sigismund Báthory entfachte der „Fünfzehnjährige Krieg" (1593-1608) zwischen dem Habsburger und dem Osmanischen Reich, während dessen er mehrfach sein Land dem deutsch-römischen Kaiser Rudolf II überließ. Vertragsgemäß verließ erst erstmals im Frühjahr 1589 Siebenbürgen um in die Herzogtümer Oppeln und Ratibor in Schlesien zu ziehen, jedoch tauchte er bereits am 21. August 1589 erneut in Klausenburg auf und blieb bis März 1599, als er die politische Macht an seinen Vetter Andreas Báthory abgab und nach Böhmen reiste. Die Beleihungsurkunde an Johannes Hertelius entstand also in Weissenburg, während dieses etwa acht Monate dauerndem Aufenthaltes des Fürsten in Siebenbürgen. Báthorys letzte Herrschaft dauerte vom März 1601 bis März 1602, wonach er endgültig ins Ausland zog und 1613 in Prag starb. 56 Stadtphysikus in Klausenburg Es ist nicht übermittelt, wie lange Hertelius im höfischen Dienst stand und ob er Báthory auch im Ausland begleitete. Während der wirren politischen Lage und der verheerenden den kriegerischen Ereignissen um die Jahrhundertswende 1599-1600 wird er wohl sich vom Fürstenhof losgelöst haben. 57 Aus der Empfehlung vom 1. Februar 1601 eines an ihn geschenkten Buches durch Zsigmond Sármasági, den Hofrat und Richter von Thorenburg, 53 Bartók I.: A gyulafehérvári fejedelmi udvar és az ifj. Báthory Zsigmond. In: Várkonyi Á.: Magyar reneszánsz udvari kutúra. Budapest, 1987. 135-158. 54 Bezüglich der Hofärzte in Siebenbürgen vgl. Csajkás, B. & Pataki, J.: A XIV-XVII. századi Erdély orvostörté­neti adattára: A fejedelmi udvar orvosai az 1541 és 1690 közötti időszakban. In: Az erdélyi orvoslás kultúrtör­ténetéből. Piliscsaba, 2004. 58-60; Huttmann, A. & Offner, R.: 2000. 176-215. 55 Dies erscheint doch etwas überraschend, weil zur gleichen Zeit am Weissenburger Hof der gebürtige Klausenburger István Szamosközy (1570-1612) als Domarchivar und Chronist bzw. Hofhistoriker wirkte, in seinen überlieferten Werken Johannes Hertelius nicht erwähnt, obwohl die beiden sowohl in Heidelberg (1589) als auch teilweise in Padua (1591-1593) Kommilitonen waren. Vgl. Szamosközy, I.: Erdély története (1598­1599, 1603). Budapest, 1977. 7-37; Huttmann, A. & Offner, R.:2000. 206. 56 Szabó, P.: Az erdélyi fejedelemség. Budapest, 1997. 62-66, 134; Sebestyén, M.: Erdélyi fejedelmek. Marosvá­sárhely, 1994. 11-14. s7 Über die kriegsreichen Jahre 1600-1605: Vgl. Arens, M.: Habsburg und Siebenbürgen 1600-1605. Gewaltsame Eingliederungsversuche eines ostmitteleuropäischen Fürstentums in einen frühabsolutistischen Reichsver­band (Studia Transylvanica 27). Köln/Weimar/Wien, 2001. Adattár a XVII. századi szellemi mozgalmaink történetéhez. III. Budapest-Szeged, 1971. 509-510. Es handelt sich dabei um das Werk des niederländischen Philosophen Justus Lipsius: Politicorum sive civilis doctrinae libri sex (Auflage von 1599 zu Antwerpen).

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