Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 198-199. (Budapest, 2007)
KÖZLEMÉNYEK — COMMUNICATIONS - KAPRONCZAY, Katalin: Krankenhäuser im Ungarn des 18. Jahrhunderts. - (Kórházak a 18. századi Magyarországon)
KRANKENHÄUSER IM UNGARN DES 18. JAHRHUNDERTS KATALIN KAPRONCZAY Die ersten Angaben über die Truhe Geschichte der ungarischen Krankenhäuser haben uns größtenteils die zeitgenössischen Aufzeichnungen bewahrt. Die schriftlichen Überlieferungen sprechen darüber, dass schon im 9. Jahrhundert in den Klöstern (der Benediktiner, Zisterzienser, Augustiner, Prämonstratenser, Dominikaner, Franziskaner, besonders aber der Johanniter) Zimmer für kranke Ordensbrüder, für Pilger, verlassene Armen und für die Unheilbaren zur Verfügung standen, wo die Bedürftigen eine Pflege von den im Heilverfahren bewandelten Mönchen erhielten. Durch Wohltätigkeit geleitet, haben auch die Städte für Krankenherberge, Hospitäler gesorgt, die von den Gaben oder Steuern der Einwohner aufrechterhalten wurden. Die als Hospitäler bezeichneten Einrichtungen waren während der Jahrhunderte viel mehr als Armenhäuser, Altersheime zu bezeichnen, wo eine auf Philanthropie gegründete Pflege, nicht aber eine wirkliche Heiltätigkeit ausgeübt wurde. Es kann als ein beträchtlicher Schritt bezeichnet werden, als man mit der Aufsicht eines städtischen Hospitals einen Stadtarzt oder Chirurgen beauftragte, wenn einer überhaupt vorhanden war (!) Bei Seuchen funktionierten - provisorisch - Seuchenspitäler, die man nach dem Ausklang der Epidemie gleich wieder schloss. Auch das war nicht allgemein zu bezeichnen, weil die Aufrechterhaltung der größtenteils durch Gaben und Selbstlosigkeit finanzierten Hospitäler nur in größeren Städten - Pressburg, Kaschau, Pest, Klausenburg, Kronstadt usw. vorkamen.. Die Türkenbesetzung hatte auch auf diesem Gebiet ihre negativen Folgen gehabt. Die Türken benützten keine Hospitäler. Als die Mönche die Region verließen, konnten die zurückgebliebenen Einwohner diese Einrichtungen nicht mehr aufrechterhalten, so ist alles zugrunde gegangen, was früher einmal funktionsfähig war. Nach der Vertreibung der Türken hat das Land ein buntes Bild gezeigt. In Oberungarn und Siebenbürgen lebten die im Mittelalter sich herausgebildeten gesundheitlichen Formen weiter, der mittlere Teil des Landes forderte aber eine grundsätzliche Neuorganisierung. Zur Regelung dieser Lage sind Regierungsdirektiven gebracht worden. 1709 lenkte Kaiser Joseph I. (reg. 1705-1 "Hl) die Aufmerksamkeit auf das Hospitalwesen. 1724 brachte der Statthalterrat seine Verordnung: In Mangel eines durch Wohltätigkeit funktionierenden Hospitals die Vorgesetzten der Siedlungen verpflichtet sind, die mittellosen Kranken der Armut zu besorgen. 1737 formulierte Karl III. (reg. 1711-1740) seinen Aufruf zur Wiederherrichtung der Krankenhäuser, die unter dem Türkenjoch zugrunde gerichtet wurden. Das Reglement des Statthalterrates aus dem Jahr 1738 über die Reichskrankenhäuser und Armenhäuser hat die Reformen des Krankenhauswesens beträchtlich beschleunigt. 1752 sind