Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 194-195. (Budapest, 2006)
TANULMÁNYOK — ARTICLES - KAPRONCZAY, Katalin: János Jusztusz Torkos (1699-1770) und die Erforschung der ungarländischen Heilwässer im 18. Jahrhundert
Untersuchung veröffentlichte er auch im Druck, und gab in der Einleitung seines Werkes sogar die Definition des Heiiwassers. Mit seinen Worten: „Heilwässer nennt man solche Wässer, welche die Natur ... zur Erhaltung der Gesundheit ...oder zu ihrer Rückgewinnung ... aus der Erde quellen läßt, und die nicht nur äußerlich zum Baden, sondern auch innerlich zum Trinken benutzt werden können. Sie sind nützlich, insofern sie nicht schädlich auf die natürliche Funktionierung des Körpers einwirken, oder sie verringern, sondern vielmehr sie regulieren und stärken. " 6 Die Bekanntmachung des Almas-Bades beginnt Torkos mit der detaillierten Beschreibung seiner Umgebung, sowie der geographischen Lage, der naturgemäßen Zustände. Auch die Dörfer in der Nähe, der Verkehr, die warmen, stark schwefelhaltigen Quellen werden charakterisiert. Torkos beschreibt eingehend die Qualität des warmen Wassers, seine Reinheit, seine Temperatur (24 Grad C), er macht den Heilschlamm bekannt, und bringt auch das Verfahren seiner chemischen Analyse zur Kenntnis. Die genaue und ausführliche Therapie beinhaltet auch die Zeiteinteilung der Patienten, (das Tagesprogramm: die sich ständig erhöhende, täglich höchstens eine dreistündige Inanspruchnahme). Zuletzt erwähnt Torkos all jene Krankheiten, die durch die äußerliche Behandlung und Trinkkur eine Genesung erhalten können. Die Aufzählung der Krankheiten nimmt eine lange Liste ein, weil er neben den rheumatischen und anderen Beschwerden der Bewegungsglieder auch den inneren Organen der Bauchhöhle (genauso den gynäkologischen Krankheiten, urologischen Problemen, Verdauungsbeschwerden usw.) eine Heilung zumaß. Seiner Meinung nach kann diese Kur auch gegen Hautprobleme nützlich sein. Die Trinkkur hat Torkos selbst versucht, außer dem unangenehmen Geruch des Wassers konnte er keine schädliche Auswirkung feststellen. Die heilsame Wirkung des Wassers war in der Umgebung allgemein bekannt, aber nur wenige machten einen Brauch daraus, weil die wilden Zustände der Region die Menschen davon zurückhielten. Manche nahmen in Gefäßen das Wasser mit, aber während der Transportierung hat es natürlich von seiner ursprünglichen Substanz und Wirkung eingebüßt. Torkos sprach nun über die Aufgaben. Er sagt: „... im Interesse der Entwicklung der allgemeinen gesundheitlichen Zustände hat die hohe Kammer streng verordnet, daß in der Nähe der Heilquellen entsprechende, allen Ansprüchen gewachsene Badehäuser mit den nötigen Einrichtungen versehen permanent aufgebaut werden sollen ,.." 7 Da für mehrere Krankheiten (z. B. Ischias) das Baden im warmen Wasser des Teiches nicht ertragbar ist, oder gewisse Kranken eine längere Zeit im Sitzbad nicht verbringen können, denen machte Torkos den Vorschlag: beim Ausbau solcher Häuser sollen auch Dusche- und Dampfzimmer mit entsprechenden Einrichtungen eingeplant werden. Die Arbeit von Torkos hatte ihren Erfolg. Aufgrund seiner Eingabe durfte der Ausbau eines Bades beginnen. Das Verdienst ist nicht allein Torkos zuzuschreiben, denn das Patronat des Kameralguts von Almás war Maria Theresias Eigentum. Es war ein enormes Ereignis in der Geschichte des kleinen Dorfes, als 1751 die Kaiserin-Königin mit einem Schiff ankam, auf einer Kutsche durchs Dorf fuhr, die Quellen und die Bauarbeiten besichtigte und mit den Einwohnern ein Gespräch 6 ebd. 18. 7 ebd. 22.