Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 194-195. (Budapest, 2006)
TANULMÁNYOK — ARTICLES - KAPRONCZAY, Katalin: János Jusztusz Torkos (1699-1770) und die Erforschung der ungarländischen Heilwässer im 18. Jahrhundert
anknüpfte. Das Almás Heilbad war bis 1970 eine beliebte Heilanstalt, später ist es aber vollkommen zugrunde gegangen. Heutzutage ist wieder die Rede darüber, daß Pläne zur Rekonstruierung des Gebäudes, und zur Wiederbelebung des Badelebens Schritte unternommen werden sollen. Während der Beschreibung der Wasser in Zólyom 1754, analysierte er als Erster in Ungarn das Natriumkarbonat, das in vielen heimischen Wassern vorkommt, besonders aber reichhaltig auf der Großen Tiefebene aufzufinden ist. 9 Er bearbeitete das Natriumkarbonat als Arznei, (nannte es Sal Poiychrestum), und verwand es als Therapie gegen akute Mageninfektion und Magenkatarrh. Die Ergebnisse publizierte er 1763. 10 Was die heimatkundlichen Forschungen betrifft, so kann das 1764 verfaßte Büchlein von Torkos charakteristisch genannt werden, genauso die naturkundliche Beschreibung von Preßburg (Bericht von der Königlichen des Königreichs Hungarn Frey-Stadt Pressburg Lage, Wässern und Lufft.). Nach der Bekanntmachung der Stadt vom naturkundlichen, geographischen Gesichtspunkt her, beschäftigt sich Torkos mit den Wassern der Stadt, der Donau, mit den Quellen der Gebirge, sowie mit dem Wasser der öffentlichen Stadtbrunnen für die Einwohner. Eingehend schildert er das Trinkwasser und die Zustände der Wasserversorgung. Der dritte Teil des Büchleins befaßt sich mit der Luft der Stadt aus meteorologischer und klimatologischer Annäherung. Er beschreibt die charakteristischen Winde, nennt jene, die „schädlich und böse" sein können, auch jene, die eine Krankheit verursachen, wie z. B. hohes Fieber, Blattern, Masern und die gefürchtete Pest. Torkos spricht kurz auch über die Luft in den Häusern und weist darauf hin, daß die schlechte Lüftung beim Auftreten und der Verbreitung der einzelnen Krankheiten eine wesentliche Ursache sein kann. 1765 erschien sein Werk über die Benutzung eines Donaubades unter dem Titel: „Balneum aquae dulcis oder Bericht vom Nutzen und Gebrauch des Donau Bades ... " . Aus der Einleitung wissen wir, daß „Zwey öffentliche Bad-Häuser an der Donau sich befinden ..." deshalb wollte Torkos „... den Gebrauch des Donau-Wassers zu einem Bad" i3 bekannt machen. Das normale warme Wasser - also kein Heilwasser - wird als Bademöglichkeit in der gesunden Lebensführung beschrieben und seine Rolle „zur Erhaltung der Gesundheit und Praeservation vor Krankheiten" geschildert. Eingehend wird darüber gesprochen, wie oft es in den einzelnen Jahres- und Tageszeiten für Kinder, Erwachsene, für alte, schwache und kränkelnde Leute zu baden ratsam ist. Sein Rat lautet: alte und kranke Menschen sollen monatlich 2-3 Mal eine oder anderthalb stundenlang baden, die gesunden Leute wöchentlich 2-3 Mal, aber sie können auch täglich baden, und so lang, wie es ihnen beliebt ist. 14 s Lcnhardt György: Dunaalmás Komárom, Komáromi Lapok kiadása, 1942. 13, 17. l) Szathmáry Lászkó: Régi magyar vcgytudorok [Altungarische Chemiedoktoren]. Piliscsaba - Sopron - Várpalota, M ATI - Nyugat-Magyarországi Egyetem - Magyar Vegyészeti Múzeum, 2003. 23-25. 10 Torkos, Justus Joannes: Sal minérale alcaliciun nativum Pannonicum et ex eodem parata remédia Liquor Polychrestus alcalicum noncupata desiderio et voluntati multorum satisfacturus candido calamo explicat ... Posonii, Landerer, 1763. 59. " Pressburg, Landerer, 1764. 59. 12 Pressburg, Landerer. 1765. 32. 13 ebd. 2. 14 ebd. 25, 26.