Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 194-195. (Budapest, 2006)
TANULMÁNYOK — ARTICLES - KAPRONCZAY, Katalin: János Jusztusz Torkos (1699-1770) und die Erforschung der ungarländischen Heilwässer im 18. Jahrhundert
Der Chronologie folgend soll zuerst seine Wasseranalyse des weltberühmten Heilbades zu Pöstyén erwähnt werden. Das aus 59 Seiten bestehende Büchlein: Schediasma de thermis Pöstheniensibus, das 1745 in Preßburg erschien, hat er seinem Freund, dem königlichen Rat Pál J eszenyák gewidmet, der eine hohe Stelle im Komitat bekleidete, und seine Gesundheit - auf die Anregung von Torkos - diesem Wasser zu verdanken hatte. Die Widmung fangt mit den folgenden Worten an: „Cicero sagt richtig, daß es keinen Menschen gibt, den Schmerz und Krankheit nicht berühren würden. So hat auch Dich, edler Mann, vor drei Jahren eine rheumatische Krankheit befallen, die die Ärzte Lumbago nennen. Obwohl Du alle möglichen Mittel anwandtest, um diese Krankheit loszuwerden, obwohl Du verschiedene Bäder besuchtest und die berühmtesten Arzte Dir ihre besten Ratschläge gaben, stellte sich die gewünschte Wirkung nicht ein. ... Erst auf meinen Rat hin - obwohl ihn viele verwarfen - gingst Du in die Piestaner Bäder ... Deine Freunde bewunderten die außerordentliche Wirksamkeit dieser Thermalwässer sehr und wünschten Ursprung, Eigenschaften und Wirkungen dieser Wässer gründlich kennenzulernen. " Das Buch kann in drei Teile gegliedert werden. Im ersten Kapitel werden die Kenntnisse über das Thermalwässer bekannt gegeben, nachher die chemischen Bestandteile des Piestaner Schlammes und seine Heilwirkung beschrieben. Das nächste Kapitel ist den geologischen und hydrogeologischen Untersuchungen bzw. den chemischen und physischen analytischen Experimenten gewidmet. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der therapeutischen Anwendung. Er führt uns in die Geheimnisse der Badekur, Trinkkur, Schlammpackung ein, alles wird eingehend geschildert. Vor Torkos war den Wissenschaftlern das Wasser von Piestani auch nicht unbekannt, Kranke haben es ebenfalls oft und gern aufgesucht - auf empirischer Grundlage, - der Ausbau des Bades und seiner Umgebung hat aber erst im 18. Jahrhundert einen größeren Ausmaß genommen. Im darauf folgenden Jahr hat Torkos sein anderes Werk über das weniger bekannte Wasser von Dunaalmás herausgegeben (Thermae Almasienses ... Pressburg, Royer, 1746). (Es soll bemerken: Danaalmás ist eine kleine Siedlung in der Nähe der mehr bekannten Städten Komárom und Tata.) Zur Untersuchung des schwefelhaltigen warmen Wassers von Almás bekam er den Auftrag von der Ungarischen Königlichen Kammer, weil Maria Theresia die breit ausgedehnten sumpfigen Gebiete trockenlegen und fruchtbar machen wollte. Der hervorragende Ingenieur und Kartograph Sámuel Mikoviny (1700-1750) wurde mit dieser Arbeit beauftragt. Bei der Ausmessung des Gebietes fand er solche Reste, die ihn überzeugten, daß zur Römerzeit und im Mittelalter in Almás ein öffentliches Bad funktionierte. In seiner Meldung an Maria Theresia wies er daraufhin, daß man es vielleicht wieder als Heilbad ausbauen sollte. 5 Als Oberarzt der Region wurde Torkos damals aufgefordert, er soll das Wasser der Quellen untersuchen und feststellen, ob es sich lohnen würde, Geld in diese Angelegenheit zu investieren, ob das Bad überhaupt funktionsfähig gemacht werden könne. Die Ergebnisse seiner 4 Torkos, Justus Johannes: Schedianisma de thermis Pöstheniensibus. Posonii, Royer, 1745, 3. ? Török Zsolt: Bel Mátyás, Mikoviny Sámuel és a honismereti iskola [Mátyás Bél, Sámuel Mikoviny und die heimatkundliche Schule]. Budapest. O.P.K.M. 2003. 127-130; Torkos, Justus Johannes: Thermae Almasienses quoad earum situm aspectum contenta virtutes et proprietates jussu Excelsae Camerac Regiae llungaricae descriptae per .... Posonii, Royer, 1746. 15.