Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 188-189. (Budapest, 2004)

KÖZLEMÉNYEK - COMMUNICATIONS - Namal, Arin - Honti, József: „Mein Vaterland ruft mich!" Antritt, Dienst und Abschied des ungarischen Wissenschaftlers Prof. Dr. Tibor Péterfi (1883-1953) an der Universität Istanbul. — „ Hazám szólít! " Egy magyar tudós, Prof Dr. Péterfi Tibor (1883-1953) érkezése az Isztambuli Egyetemre, ottani működése és távozásának körülményei

Unterstützung zu finden. Ich werde diese Gelegenheit nutzen, den betreffenden amerikanischen Kreisen von den großen Leistungen und Entwicklungsmöglichkeiten der Universität Istanbul zu berichten. So daß wir, wenn die Weltlage sich beruhigt, zur Entwicklung der Zell- und Gewebeuntersuchungen bedeutende Hilfe aus Amerika erwarten können. Ich bin der Meinung, daß die Vorstellungen Amerikas für eine solche Initiative heute ganz besonders geeignet ist. Deshalb erbitte ich Ihre Genehmigung für einen Urlaub vom 15. Mai bis zum 15. Oktober. Hochachtungsvoll ". Doch der Dekan der Medizinischen Fakultät machte am 16. 04. 1941 Mitteilung, daß unter den aktuellen Umständen eine solche Reise nicht erlaubt werden könne. Am 19. 04. 1941 unterrichtete Péterfi das Dekanat der Medizinischen Fakultät darüber, der amerikanischen Botschaft geschrieben zu haben, daß er nicht nach Amerika fahren werde. Unter demselben Datum schrieb er auch seinem amerikanischen Kollegen einen Brief: „Dear Mr. MacMurray, With reference to the matter of the invitation which I received through you to a lecture before the Conference on Micrurgy I regret to be obliged to advise you that because of the unsettled international situation I will now not be able to travel to the United States for the purpose indicated, but I hope that it will be possible for me to do so at some future time. With many thanks for your kind interest in extending this invitation to me, I am, very sincerely yours". [„Sehr geehrter Herr MacMurray, unter Bezugnahme auf die Einladung, die ich von Ihnen zu einem Vortrag vor der Konferenz für Mikrurgie erhalten habe, bedauere ich sehr Ihnen mitteilen zu müssen, daß ich aufgrund der ungeregelten internationalen Situation nicht in der Lage sein werde, zu dem genannten Zweck zum jetzigen Zeitpunkt in die Vereinigten Staaten zu reisen. Doch ich hoffe, daß ich die Gelegenheit dazu ein anderes Mal in der Zukunft haben werde. Mit vielem Dank für Ihre freundliche Aufmerksamkeit, mir diese Einladung zukommen zu lassen, verbleibe ich, hochachtungsvoll"] Sehnsucht nach dem Sohn beim Militär in Ungarn 1942 veröffentlichte Péterfi sein Buch „Notizen der Histologie-Vorlesungen" 17 Doch seine Gedanken sind in seinem Land, bei seinem Sohn, der beim Militär ist. Am 24. 03. 1942 schrieb er an den Dekan der Medizinischen Fakultät, ord. Prof. Dr. Kemal Atay (1890-1978 ) (2. Dok.). „Zu meinem Kummer habe ich erfahren, daß mein Sohn, der in der ungarischen Armee Dienst tut, letzte Woche in Budapest operiert wurde. Um ihn sehen zu können, erbitte ich vom 2. April an für zwei Wochen Urlaub. Ich wünsche mir sehr, ihn vor der Rückkehr zu seiner Einheit sehen zu können. Falls er wieder an die Front kommt, fürchte ich, diese Gelegenheit nie wieder zu bekommen. Ich glaube nicht, daß meine Abwesenheit den laufenden Unterricht beeinträchtigt ... Ich hoffe, daß Sie und der verehrte Herr Erziehungsminister mir diesen Urlaub gewähren, und verbleibe mit dem Ausdruck meiner Hochachtung". Die Korrespondenz in Péterfis Akte weist nicht aus, ob er den gewünschten Urlaub bekam und gegebenenfalls seine Reise durchführen konnte. Es scheint eine Nachfrage an 17 Péterfi T.: Histoloji Ders Notlari [ Notizen der Histologie-Vorlesungen]. Istanbul 1942.

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