Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 188-189. (Budapest, 2004)

KÖZLEMÉNYEK - COMMUNICATIONS - Namal, Arin - Honti, József: „Mein Vaterland ruft mich!" Antritt, Dienst und Abschied des ungarischen Wissenschaftlers Prof. Dr. Tibor Péterfi (1883-1953) an der Universität Istanbul. — „ Hazám szólít! " Egy magyar tudós, Prof Dr. Péterfi Tibor (1883-1953) érkezése az Isztambuli Egyetemre, ottani működése és távozásának körülményei

ihn gegeben zu haben, denn am 13. 09. 1943 schrieb er dem Dekanat, er habe „keinerlei Verpflichtungen im Ausland". Beförderung zum Ordinarius und angestrebte Übersiedlung nach Amerika Als der Leiter des Fachbereichs Örensoy 1941 aus Altersgründen emeritiert wurde, übertrug man die Leitung des Lehrstuhls Péterfi. 1944 wurde ihm mit der Genehmigung von Erziehungsminister Hasan Ali Yücel (1897-1961) der Titel „Ordinarius" verliehen. Dazu schrieb der Dekan am 27. 10. 1944 folgende Gratulation 18 : „Ich gratuliere Ihnen zur Beförderung zum Ordinarius und bin sicher, daß Sie auch in Ihrer neuen Position solch hervorragende wissenschaftliche Leistungen wie bisher erbringen werden ". Am 12. 02. 1944 teilte Péterfi dem Dekan mit, er habe vom Mount Sinai-Krankenhaus in New York die Einladung zur Gründung eines Instituts für Experimentalzytologie gemeinsam mit R. Chambers erhalten. Für die Universität Istanbul wäre es sinnvoller, seine Position mit einem gut ausgebildeten türkischen Kollegen zu besetzen. Es sei unnatürlich und wenig zufrieden stellend, wenn ein Lehrer seine Schüler nicht in ihrer Muttersprache ansprechen könne, und mit seinen 61 Jahren habe er nicht mehr die Möglichkeit, die türkische Sprache zu erlernen. Unter diesen Umständen bat er für diese Initiative vom 01. 03. - 01. 09. 1945 um Urlaub. Endgültig ausscheiden würde er dann nach den Wiederholungsprüfungen im September 1945. Die Unterlagen in seiner Akte geben keinen Aufschluß darüber, welche Antwort er auf diese Eingabe erhielt. Krankheiten Das Jahr 1945 war für Péterfi von gesundheitlichen Problemen geprägt. Er wurde stationär im Französischen Krankenhaus behandelt. Am 19. 04. 1945 sandte er dem Dekanat der Medizinischen Fakultät folgende Erklärung: „Die Meldung der Universitätsbuchhaltung, daß ich seit vier Monaten krank sei, ist offensichtlich falsch. Ich hielt meinen Unterricht im Wintersemester bis zum 31. 01. 1945 persönlich ab und wurde zu Beginn der Semesterferien (aufgrund der ernsten Lungenentzündung, die ich im Februar erlitt) im Amerikanischen Krankenhaus behandelt. Nach Genesung von dieser Krankheit nahm ich Anfang März meinen Unterricht des Sommersemesters ordnungsgemäß auf. Wie Sie wissen, nahm ich auch an der Sitzung des Fakultätsrats teil. Das Programm des von mir erteilten Unterrichts habe ich Ihnen eingereicht. Ende März ließ ich mich wegen heftiger Magenschmerzen von Prof. Dr. Erich Frank in der II. Klinik für Innere Medizin untersuchen, der einen Ulcus feststellte. Auf Empfehlung des behandelnden Arztes Dr. Barbut ging ich am 3. 3. 1945 in das französische Pasteur-Krankenhaus, in dem ich mich seither befinde. So liegen die Tatsachen, und ich bitte um entsprechende Kenntnisnahme" . Die Akte Péterfis wurde am 09. 06. 1945 von Dr. Kenan Tunakan vom französischen Krankenhaus La Paix für psychische Krankheiten an das Dekanat geschickt. Dabei liegt ein Siehe Anm. 3.

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