Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 115-116. (Budapest, 19869
TANULMÁNYOK - Kaiser, Wolfram: Johann Heinrich Schultze (1687—1744) és magyar baráti illetve munkatársi köre (német nyelven)
JOHANN HEINRICH SCHULZE (1687-1744) UND SEIN UNGARISCHER FREUNDES- UND ARBEITSKREIS JA n der Optik des fachdisziplinär eingebundenen Nachbetrachters liegt es, wie und wo er den halleschen Universalwissenschaftler Johann Heinrich Schulze (1687—1744), dessen Geburtstag sich am 12. Mai 1987 zum 300. Male jährt, vordergründig einzuordnen gewill ist. Die Altertumswissenschaftler und dabei speziell die Arabisten und Gräzisten, die in Schulze einen profilbestimmenden Repräsentanten des 18. Jahrhunderts sehen,' haben seiner bei entsprechenden Anlässen stets gedacht; für erstere hat die Schulzesche Entzifferung kufischer Signaturen auf dem römisch-deutschen Kaisermantel, den silizianische Kunsthandwerker arabischer Herkunft für Friedrich EL angefertigt hatten, in gewissem Sinne Symbolcharakter. 2 " 3 Verflochten mit beiden Forschung richtungen ist die von Schulze akzentuierte und diesbezügliche Wechselwirkungen beinhaltende wissenschaftliche Numismatik: zusammen mit einigen anderen halleschen Fachkollegen — darunter der Transsylvanier Martin Schmeizel (1679—1747) — ließ Schulze sie zum Hochschulkolleg avancieren. 4 " 6 Schließt man die pädagogisch-philologischen Aktivitäten in diesen Komplex ein. 7 dann wäre der Rahinen der Bemühungen bereits umfassend genug, um Schulze an der Stätten seines Wirkens ein ehrendes Andenken auf Dauer zu sichern, für das Archäologische Museum der Martin-Luther-Universiiät Halle—Wittenberg war 1966 das 75jährige Bestehen dieser als Robertinum besser bekannten Institution jedenfalls Grund, Leben und Werk von Johann Heinrich Schulze durch die Edition einer Festschrift zu würdigen. Der vielseitige Wissenschaftler war aber — das kam bei derartigen Laudationes meist etwas zu kurz — wom Ausbildungsgang her Arzt, war praktizierender Mediziner mit universellen Interessen. 8,9 Folgt man in einer Wertigkeitscharakterisierung der Schulzeschen Professionen den Ausführungen des halleschen Chronisten Johann Christoph von Dreyhaupt (1699—1768), 10 der 1 Nickel, H. I..: Johann Heinrich Schulze. Das Wirken des Universalgelehrten an den Universitäten Halle und Altdorf, in: Johann Heinrich Schulze, ein Vorläufer der halleschen Altertumswissenschaft; Halle 1966. 2 Fielitz, H.: Die Insignien un Kleinodien des Heiligen Römischen Reiches; Wien 1954. 3 Fück, J. : Die arabischen Studien in Europa; Leipzig 1955. 4 Bahrfeldt, M. v.: Die numismatischen Studien an der Universität Halle—Wittenberg. Blätter für Münzfreunde 61 (1926), S. 506—509. 5 Zimmermann, H.-D.: Johann Heinrich Schulze und die Münzsammlung im Robertinum. Wiss. Z. Univ. Halle (Ges.-sprachwiss. XXIX (1980), H. 4, S. 53-59. 6 Kaiser, W.: Medizinisch-wissenschaftliche Numismatik im 18. Jahrhundert. Zahn-, Mund- u. Kieferheilkd. 65 (1977), S. 44-52. 7 Zimmermann, H-D : Johann Heinrich Schutzes Bestrebungen zur Einrichtung eines philologischen Seminars an der Universität Halle. Wiss. Z. Univ. Halle (Ges.-sprachwiss.) XXX (1981), H. 3, S. 89—97. * Kaiser, W, u. W. Piechocki: Johann Heinrich Schulze (1687—1744) und sein Wirken an der Medizinischen Fakultät der Universität Halle. Wiss. Z. Univ. Halle (Math.-naturwiss.) XIX (1970), S. 155—172. 9 Kaiser, W., u. A. Völker: Johann Heinrich Schulze (1687-1744). Wiss, B. Univ. Halle 1980/45 (T 38); Halle 1980. 10 Dreyhaupt, J. Chr. v.: Beschreybung des Saal-Creyses, Zweyter Theil, S. 715—717; Halle 1755. WOLFAM KAISER