Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 107-108. (Budapest, 1984)

KISEBB KÖZLKMÉNYEK ELŐADÁSOK - Rákóczi, Katalin: Walter Hermann Ryffs jellemző stíluseszközei (német nyelven)

Lebens sind neben anderen wichtigen Werken der Rosengarten} 0 das Destillierbuch 16 und das Feldbuch 17 als Kompilationen entstanden. Von den Verfassern der erwähnten Werke ist die Wirkung von H. Gersdorf'leicht nachzuweisen. Die anatomischen Beschreibungen und chirurgischen Behandlungen, die schon in den Straßburger Jahren 18 die Höhe der Literatursprache erreichten, weisen noen nicht jene Gewandtheit auf, die auf das Feldbuch charakteristisch ist. Die Bearbeitung des Feldbuches fällt in die Frankfurter Periode 19 , da Ryff einen engeren Kontakt mit dem Verleger Christian Egenolff 20 anknüpfte. Dieser Kontakt führte nicht nur zum Umzug nach Frankfurt, sondern brachte neben finanziellen Vorteilen auch schriftstellerische Möglichkeiten mit sich. In diesem Verlag wurden die meisten deutschen Hausbücher von verschiedenem Charakter herausgegeben, die gesuchte Werke auf dem Markt waren. Auch das verlcgcrische Talent des tüchtigen Egenolffs 21 ist hier zu spüren. In der Messestadt Frankfurt am Main entwickelte sich die wichtigste Schaffensperiode von Ryff. Dieser Verleger besaß ein Gespür für die allgemeinen Interessen der Zeit und eine Geschäftstüchtigkeit, die ihn weit über die Konkurrenz erhob. Seine Bildung ver­schallte er sich an der Mainzer Universität, und er besaß auch umfangreiche Sprach­kenntnisse. Egenolff erkannte in Ryff den geeigneten Autor für seine Offizin. Er war es, der die leichte Feder von Ryff für seinen Verlag einzuspannen wußte, und ihm ist es zu verdanken, daß die große Zahl der pharmazeutischen und chirurgischen Schriften von Ryff herausgegeben wurde. Man darf annehmen, daß die Korrektionen des Verlegers die letzte Geschmeidigkeit der Ryffschen Sprache verliehen. Zusammenfassend kann folgendes festgehalten werden: die zeitgenössischen Kritiker von Walter Hermann Ryffh'dben den Vorwurf des Plagiats immer auf den entlehten Text und auf die Abbildungen seiner Bücher bezogen, ließen aber die Zielsetzung und sprach­liche Formulierung des Schriftstellers außer Acht. Das Ziel, Kenntnisse in breite Kreise der Gesellschaft zu tragen, bestimmt den Sprachgebrauch des Schriftstellers. Seine deutsch­sprachigen medizinischen und pharmazeutischen Bücher sind größtenteils Kompilatio­nen mit einem eigenen, lehrhaften Gedankengut. Seine Bemühungen, den Vorgang oder die Erscheinung durch eine bildhafte Sprache zu schildern, überzeugen uns vom an­spruchsvollen Gestalten und verdienen unser Anerkennen. Synonyme und Parallelismen sind in der Literatur des 15—16. Jahrhunderts allgemein bekannte Erscheinungen, sie kommen auch im laienmedizinischen Schrifttum vor. Ryff verwendet sie gerne und de­monstriert damit zugleich den Reichtum seines Wortschatzes. Seine Vergleiche und Meta­pher entstammen dem alltäglichen Leben, die in einem leichtverständlichen Kontext der 15 Frawen Rosengarten ... Frankfurt: Crristian Egenolff 1545 Es ist eine Bearbeitung des „Rosengarten'* von Eucharius Rösslin. 16 New groß Distillierbuch . . . Frankfurt: Ch. Egenolff 1545. Es ist die Bearbeitung des „Distil­lierbuch"-es von H . Brunschwyg. 17 Das Feldbuch wurde erst 1551, nach dem Tode von Ryff herausgegeben, aber die Bearbeitung fällt in die 1540—1545er Jahre. 18 Ryffs Straßburger Zeit fällt in die Jahre 1538—1543. Seine ersten Werke sind von verschiedenen Verlegern herausgegeben worden, manche tragen den Pseudonym Quintus Apollinaris. Vgl. dazu /. Benzing; a.a.O. S. 6. 19 Der Kontakt mit Ch. Egenolff ist bis 1541 zurückzuführen. Ryffs Frankfurter Periode datiert sich in die 1544—1545er Jahre. Vgl. dazu J. Benzing: a.a.O. S. 6. 20 Hans Henning: Nachwort zu Christian Egenolffs „Sprichwörter, schöne weise Klugredenn. .." (Faks. d. Ausg. Frankfurt/M. 1552) München 1968. 21 J. Benzing: a.a.O. S. 6. —- erwähnt, Ryff hätte mit Balthasar Beck ein Privileg verfälscht, das heute nicht mehr zu finden ist. Er ist der Meinung, daß diese Angelegenheit mit dem Umzug nichts zu tun hatte. Vgl. dazu L. Grenzmann: a.a.O. S. 37—44.

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