Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 105-106. (Budapest, 1984)
ADATTÁR - Dóka Klára: A pesti sebészek céhlevele
Zusammenfassung Die Studie beschäftigt sich mit der Ausgabe des Zunftbriefes der Pester Chirurgen im Jahre 1745, und veröffentlicht ihn als Beilage im ganzen Umfang. In dieser Zeit spielten die Chirurgen in der gesundheitlichen Versorgung eine wichtige Rolle, weil die Zahl der Ärzte sehr gering war. Die akademische Bildung der Ärzte und Chirurgen wurde erst ab 1770 organisiert, früher aber konnten die zukünftigen Chirurgen nur in den Werkstätten lernen. Am Ende des 17. Jahrhunderts hatten sie sämtliche ärztliche Tätigkeiten versehen, später aber durften sie sich mit der inneren Medizin nicht mehr beschäftigen, und ihre übrige Tätigkeit wurde auch von den Ärzten kontrolliert. In 1745 befanden sich in Pest 4 Magister der Chirurgie, in 1814 14 Chirurgen, und 2 ihre Werkstätte aufrechetrhal tende Witwen. Ihre Einkünfte stammen — neben der Heiltätigkeit — aus der Erhaltung der Barbierwerkstätten, aber von den Zunftmitgliedern wurde nach 1770 die Absolvierung eines akademischen Lehrgangs gefordert. Ihr Privilegium aus 1745 ist ein wichtiges Dokument der Geschichte des Gesundheitswesens. Die Zunft betätigte sich bis zur bürgerlichen Revolution ohne Schwierigkeiten, obwohl im Laufe des 19. Jahrhunderts kein einzelner Zunftbrief mehr erneuert werden konnten. Die Innung der über Diplome und Werkstätte verfüngenden Chirurgen hat immer weniger zum feudalen Zunftsystem gepaßt. K. DÓKA, Mrs. PhD, DSc Senior Research Worker New Hungarian Central Archives Budapest, Hess A. tér 4, Hungary, H-1250