Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 105-106. (Budapest, 1984)

ADATTÁR - Lesky, E.: Klein 1846. február 20-i előterjesztése Semmelweis kinevezésére (német nyelven)

Nähme Alter Geburtsort Grad Fähigkeit und Fortgang in Stud. Sonstige Verdienste Ignaz Semmel­weis 27 Jahre Ofen in Ungarn Doctor der Mediz. u. Chirurg, der Geburtshilfe Magister Sehr gute Studien­zeugnisse, eben­solche von H. Pri. Dr. Skoda, H. Prof. Rokitansky, Dr. Hebra, Engel, Chiari, Breit et cet. Hat durch V/ t Jah­re die l te geburts­hilfliche Klinik sehr felißig besucht, u. die in dieser vorge­kommenen Geburts u. Krankheitsfälle sehr aufmerksam beobachtet. Ludwig Melicher 30 Jahre alt Rzeszow in Galizien Med. et Chi­rurg. Doctor der Geburts­hilfe, Augen­u. Zahnheil­kunde Ma­gister u. Operateur Sehr gute Studien­zeugnisse, sowie auch mehreren H. Primarien Seebur­ger, Schuh, Sig­mund, Mojsiso-! vich. Sprachenze­ugnisse Französ. Ital. u. englisch diente als Sekun­darwundarzt durch zwey Jahre. Hat derselbe ein Werk über angeborne Verrenkungen ge­schrieben. Zu Folge dieser aus der Kompetententabelle und den Beilagen 9 hervorgehenden Quali­fikation der beyden Kompetenten ist. Dr. Melicher wohl allseitiger gebildet als Dr Sem­melweis, jedoch letzterer, indem derselbe beynahe durch zwey Jahre sich ausschließlich auf Geburtshilfe verlegte, für die geburtshilfliehe Assistentenstelle mehr geeignet als Doctor Melicher, und dies nach der Ansicht des Gefertigten, Wien den 20 ten Februar 1846 Prof. Klein" Bevor wir auf die Diskussion der einzelnen Kriterien eingehen, eine Bemerkung, die die dritte Rubrik betrifft. Der Geburtsort bzw. das Geburtsland war für die altöster­reichische Zentralverwaltung kein Kriterion bei der Anstellungsfähigkeit eines Jung­arztes, sei es als Assistenten oder Sekundarztes, im Allgemeinen Krankenhaus. Sie öffnete dieses, das Spitzenhospital des Reiches, jedem qualifizierten Jungarzt, mochte er aus Ungarn, Galizien, der Bukowina oder aus Böhmen, Mähren, der Slovakei oder aus Slovenien, Kroatien und Istrien kommen. Und dies tat diese Verwaltung seit der Bergündung des Allgemeinen Krankenhauses durch Joseph II. 1784 bis zum Untergang der Donaumonarchie im Jahre 1918 in gut populationistischer Tradition des 18. Jahr­hunderts. Denn alle die genannten Länder brauchten gut ausgebildete Ärzte, um die Untertanen gesund und arbeitsfähig zu erhalten. Bis heute ist dieser ausserordentliche Beitrag, den das Wienes Allgemeine Krankehaus bzw. die altösterreichische Zentral­verwaltung (Unterrichts- und Sanitätswesen) zur Entwicklung der Medizin in Mittel­Die von Klein genannten Beilagen sind in dem Aktenmaterial Univ. Arch. Med. Fak. Nr. 61 ex 1846 nicht enthalten.

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