Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 89-91. (Budapest, 1980)

TANULMÁNYOK - Vida, Mária: A magyarországi Szt. Kozma- és Damján-tisztelet eredete és értelmezése (11—14. század) (német nyelven)

stehungsort und den ikonographischen Inhalt zu dieser Epoche angeschlossen. Die beiden Gemälde kamen mit weiteren 14 anderen im Jahre 1914, als Depot von Sándor Párvy, dem Bischof von Szepes in das Nationalmuseum. 143 Wenn die erhalten gebliebenen Tafel eines, nach aller Wahrscheinlichkeit Kosma-Damian-Flügelaltars aus kunsthistorischer Sicht nicht zu den meist qualifizierten Gemälden auch gehören, sind sie des Themas wegen mehrerer Aufmerksamkeit wert. Auf ihre Analyse werden wir in einer späteren Arbeit zurückkommen, weil uns ja das Anjou-Legendar auch bei Klärung der fehlenden Bilder behilflich sein kann. Von der aus vier Tafelbildern bestehenden Legende sind nur das erste und das vierte Bild erhalten geblieben (die Tafel links oben bzw. rechts unten, innen). Die zweite Tafel vermochte die Szene der „Dämonbeschwörung" (links unten, innen) und die dritte eine Folterung — Schies­sen mit Pfeilen, Steinigung oder Kreuzigung — (rechts oben, innen) verewigen. Es ist auffallend, dass das einzige, die Kosma-Damian-Legende darstellende Altar gerade in Szepeshely gefertigt wurde. In keinem anderen Ort sind heimische Tafel­bilder ähnlichen Themas zum Vorschein gekommen. Allein und einzig in der Kathed­rale, deren Anjou-Interesse allgemein bekannt ist und in welcher auch das die Krönung von Károly Róbert verewigende Wandgemälde zu sehen ist. Wir wissen, dass Károly Róbert seine Wahl zum König in erster Reihe dem Bandé­rium der Zips zu verdanken hatte, mit dessen Hilfe er Máté Csák niederschlug, und die Macht der sich gegen ihn zusammenschliessenden Oligarchen in der Schlacht bei Rozgony gebrochen hat. 144 Für ihren Heldenmut in dieser Schlacht erhielten von seinen Anhängern mehrere Zipser den Adelsstand. Auch der Besteller des die Krö­nung von Károly Róbert darstellende Wandgemälde (1317), der Zipser Propst Hen­rik hat sich im Interesse des Königs sehr beeifert. Auf dem Wandgemälde sieht man die weltlichen und kirchlichen Vertreter der Zips neben der krönenden Heiligen Jungfrau Maria und dem König, links steht Ferenc Semsey, der Zipser Vogt und Kämmerer mit dem Landessäbel, rechts der Donator Propst mit dem Reichsapfel, von rechts reicht der Erzbischof Tamás die Krone, die auch gleich auf den Kopf des Königs gelegt wird. Der Kult der Anjou-Herrscher ist also in der Zips beständig geworden und das die Krönung darstellende Fresko errinnerte auch noch Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts an die ruhmreiche Epoche, und an deren Anfang. Es existiert kein Beweis dafür, dass es irgendwelche Beziehung zwischen dem einstigen Kosma- und Damian-Altar und dem Anjou-Legendar bestehen könnte. Daran glauben wir auch nicht, weil ja der Kodex noch vor seiner Fertigstellung nach Neapel und später nach Polen kam. Er war vorübergehend nur, zwischen 1347—1384 daheim, dann hat ihn wahrscheinlich Hedvig, die Tochter von Lajos I. (dem Grossen) in die Bibliothek der polnischen königlichen Familie mitgebracht. 146 Zwischen der in der heimischen Tafelmalerei alleinsthenden Themenauswahl und dem Kult der Anjou­Könige nehmen wir aber einen Zusammenhang an. Es ist bedauerlich, dass es von Közlemények a Nemzeti Múzeum Érem- és Régiségtárából. (Mitteilungen aus dem Münz­kabinett und der Antiquitätensammlung des Nationalmuseums). I. (1916), Nr. 1. 53. Horváth V. : Szent Márton p spökről címzett szepesi székesegyház. (Der vom Heiligen Martin Bischof titulierte Dom in Zips). Lőcse, 1885. 50. Divald K.: Szepes vármegve művészeti emlékei. (Die Kunstandenken des Komitates Sze­pes). Bp. 1905. 2. Bd. 20. ' Magyar Anjou-Legendarium. a.a.O. 46.

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