Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 89-91. (Budapest, 1980)
TANULMÁNYOK - Vida, Mária: A magyarországi Szt. Kozma- és Damján-tisztelet eredete és értelmezése (11—14. század) (német nyelven)
dem Altar auf heute nur zwei Tafelbilder erhalten blieben. 147 Ursprünglich stellte die aus vier Szenen bestehende Legendenreihe, mit den Holzskulpturen von Kosma und Damian in der Mitte des Attarschreins, das Martertum der beiden Heiligen dar. Eine Analogie könnte sein das im Zusammenhang mit der Person eines anderen Heiligen gefertigte Altar in Malompatak (Mlynica, einst Komitat Szepes; heute: Tschechoslowakei), das Hauptaltar der Heiligen Margarethe von Antiochien, mit den Figuren der Heiligen Kosma und Damian, rechts und links von dem in der Mitte, auf dem Gipfel des Altars stehenden Eremit, dem Heiligen Anton. 148 Es wurde als Votivaltar gefertigt, das ich bereits in einer früheren Studie als das „Altar der krankheitsheilenden Schutzheiligen" analysiert habe. 149 BEWERTUNG DES FRÜHEN KOSMA- DAMIAN-KULTES Die Anjou-Dynastie hat die Tradition der Arpád'schen Dynastie fortgesetzt. Genau wie für seine Vorgänger, so waren die Heiligen Kosma und Damian auch für Károly Róbert die Vorbilder der „den Glauben auf sich nehmenden" Selbstaufopferung. Die erste Periode des Kultes wurde mit dem Ende der Herrschaft seines Sohnes, Ludwig I. (des Grossen) abgeschlossen, um ab Anfang des 15. Jahrhunderts in einer ganz neuen Anschaaung zu erscheinen. Dieser neue Abschnitt fiel zufälligerweise gerade mit der Thronbesteigung von Sigismund von Luxemburg (1387—1437) zusammen. In den 11—14. Jahrhunderten waren die kostenlose Heilungs- und die Missionstätigkeit des Heiligen Geschwister-Aerztepaares der Grundgedanke des Kultes. Deshalb wurden sie von dem König István I. und der Königin Gizella zu eigenen Patronen gewählt. In dieser Verehrung hat ihre heilende Tätigkeit keine konkrete Rolle gespielt und die Darstellung dieses Themenkreises — wie z. B. die Heilung des Bischofs in der deutschen Malerei, die Transplantation, oder die Palladia-Szene in Italien — fehlt vollkommen aus den heimischen Darstellungen. Die Aenderung in dem Inhalt und in der Anschauung des Kultes erfolgte auch in West-Europa zur gleichen Zeit. Das wird durch ihre früheste, bereits erwähnte, den ärztlichen Beruf symbolisierende Darstellung auf dem Siegel der medizinischen Fakultät zu Köln, bzw. die Überschrift aus dem Jahre 1388 bewiesen. Sie sind gekrönte Gestalten in langen Togas sichtbar, mit dem Text „anorgyri" über ihren Köpfen; in einer Hand halten sie ein auf ihre Barmherzigkeit deutendes Fackelherz und in der anderen das Pedum, das ihren Universitätsstatus ausdrückt. Dieser ikonographische Inhalt spricht dafür, dass ihre ärztliche Tätigkeit am Ende des 14. Jahrhunderts selbst an der medizinischen Universität nur eine formelle Bedeutung hatte. Das Beispiel für die Medizinstudenten war ihre kostenlos heilende Barmherzigkeit. Für die aus den 11—14. Jahrhunderten erhalten gebliebenen, heimischen, bildlichen Dokumenten ist dieser spirituálé Inhalt ohne Ausnahme charakteristisch, und alle diese Dokumenten stehen mit dem Königtum im Zusammenhang: der Krönungsmantel, die ungarische Krone, eventuell das Aspersorium von Beszterec, und als 117 Közlemények a Nemzeti Múzeum Érem- és Régiségtárából. (Mitteilungen aus dem Münzkabinett und der Antiquitätensammlung des Nationalmuseums). I. (1916), Nr. 1. 53. — Zwei Tafel: 1. Maria mit Jesus und dem Heiligen Franziskus.; 2. Abnahme Christi vom Kreuz. Holz, Öl. 68x41 cm, 69x42 cm. 148 Radocsay D. : a.a.O. (Fussnote 142.) 386—387. 149 Vida M.: a.a.O.