Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 89-91. (Budapest, 1980)
TANULMÁNYOK - Vida, Mária: A magyarországi Szt. Kozma- és Damján-tisztelet eredete és értelmezése (11—14. század) (német nyelven)
den italienischen Einfluss. Obwohl es in der italienischen Malerei ein ziemlich häufig verwendetes Thema ist (Fra Angelico, Ghirlandaio), 139 wird im Legendär die Miniatur der aus der „Legenda Aurea" wohl bekannten Szene, die von der Heilung der Palladia, nicht enthalten. Laut dieser Geschichte sollte Damian von einer, von den Geschwistern verheilten Frau, Palladia, drei Eier als Honorar angenommen haben. Deshalb wollte Kosma nicht, zusammen mit ihm im selben Grab zu ruhen. Eine ungarische Darstellung dieser Episode ist nicht erhalten geblieben, obwohl sie nach der „Legenda Aurea" auch in das in ungarischer Sprache geschriebene Legendär, den Érdy-Kodex (1527) aufgenommen wurde. 140 Die Überschriften von den zehn Miniaturen der Legende sind in korrekter Latinität die folgenden : I. Cosme et Damiani quomodo percuciebant ipsos. II. quomodo fuerunt proiecti in mare. III. quomodo disputant cum rege et angelus tenet eos. IV. quomodo ejfugabant demones ante regem. V. quomodo incendebantur in igne et ignis cremabant illos incenditores solos. VI. quomodo fuerunt lapidati et lapidatores fuerunt interfecti per lapidibus ipsorum. VII. quomodo fuerunt suspensi cum tribus iuvenibus. VIII. quomodo fuerunt interfecti. IX. quomodo camellus mit et ostendit eis locum sepulture. X. Ultima quomodo fuerunt sepulti. Aufgrund der unter den Miniaturen vorgenommenen römischen Numerierung ist es sicher, dass die Bilderreihe vollständig ist. Auf einem Kodexblatt sind vier Szenen untergebracht: die beiden ersten als Fortsetzung der vorhergehenden ChristophLegende auf die untere Hälfte des Blattes, und auf zwei selbstständige Blätter. Die Geschichte der „Legenda Aurea" ist vom Miniator sehr willkürlich bearbeitet worden : z. B. hat das Bild IX. in der Miniaturenserie keinen Sinn. Es ist unklar, warum der Kamel gekommen war, die Grabstätte der beiden Heiligen zu zeigen. Es ist nämlich die Verheilung der Palladia, deren Folge war, dass Kosma mit für die Heilung Geschenk annehmenden Damian nicht im selben Grab ruhen wollte, vom Meister Hertul weggelassen worden. Nach dem Tode von den beiden kam deshalb ein Kamel, um in menschlicher Stimme zu erklären: die beiden sollen in dasselbe Grab beigesetzt werden. Ohne die Verheilungsszene hat dieses Bild keinen Sinn. Es ist somit vom Miniator die ärztliche Tätigkeit von Kosma und Damian weggelassen, und nur ihre Folterung und ihr Martertum dargestellt worden. Eine einzige Szene ist die „Dämonbeschwörung", um vor dem über ihnen urteilenden König die Wahrheit ihres Glaubens zu beweisen. Die Darstellung der Dämonbeschwörung ist selten, es ist bloss auf einem Fra Angelico: Szent Kozma és Dámján meggyógyítja Palladiát. (Die Heiligen Kosm3 und Damian heilen Palladia). Washington, National Gallery of Art. Ghirlandaio: Szent Kozma és Dámján meggyógyítja Palladiát. (Die Helligen Kozma und Damian heilen Paliadta). Firenze Sta. Maria Nouvelly Freskó. Régi magyar kódexek és nyomtatványok. (Alte ungarische Kodices und Drucksachen) Veröffentlicht von Volf Gy. Katona L. I-XV. Bp. 1874-1908. Nyelvemléktár (Archiv für Spachdenkmäler). V. 328. Vgl. Jacobus de Voragine.: a.a.O. 637.