Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 86. (Budapest, 1979)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK - ELŐADÁSOK - Münchow, Wolfgang: Albrecht von Graefe (1828—1870) emlékére (német nyelven)

diesem Gebiet erlangt hat, zeigt eine Zusammenstellung der wichtigsten Entdeckungen mit dem Augenspiegel während seiner nur 19 Jahre währenden ärztlichen Schaffens­zeit: 1853 Pigmententartung der Netzhaut („Retinitis pigmentosa") — zugleich Frans Cornelis Donders (1818—1889) in Utrecht und Ernst Adolf Coccius (1825— 1890) in Leipzig. 1853 Netzhautablösung — Coccius und Donders zugleich. 1854 Entartung der Netzhautmitte (Makuladegeneration) — Christian Georg Theo­dor Ruete (1810—1867) in Leipzig. 1854 Netzhautarterienpuls beim Glaukom — v. Graefe. 1855 Aushöhlung des Sehnerven (Exkavation) beim Glaukom — v. Graefe. 1855 Netzhautveränderung bei Zuckerkrankheit („Retinitis diabetica") — Eduard Jaeger (1818—1884) in Wien. 1855 Thrombose der Netzhaut-Zentralvene — Richard Liebreich (1830—1917), von 1854—1862 Assistent bei v. Graefe, später Augenarzt in Paris. 1855 Netzhautveränderung bei Nierenleiden („Retinitis albuminurica") — v. Graefe. 1859 Syphilitische Netzhautmiterkrankung — Julius Jacobson (1828—1889), von 1856—1858 Assistent bei Albrecht v. Graefe, dann in Königsberg. 1859 Embolie der Netzhaut-Zentralarterie — v. Graefe. 1860 Sehnervenentzündung bei Hirnerkrankung — v. Graefe 1861 Netzhautveränderung bei Blutkrankheit (Leukämie) — Liebreich, Assistent bei v. Graefe (s. oben). 1866 Stauungspapille bei Hirntumor — v. Graefe. 1867 Tuberkulose der Netzhaut (Miliartuberkulose) — v. Graefe. 1868 Geschwülste der Netzhaut und Aderhaut (Gliom und Sarkom) — zugleich v. Graefe und Hermann Jakob Knapp (1832—1911), Assistent bei v. Graefe 1854—1856, dann in Heidelberg tätig und 1868 Auswanderung nach New York/USA. Diese Entdeckungen haben bis heute ihren Wert behalten. Unter den zahlreichen Veröffentlichungen Albrecht von Graefes befinden sich nun auch Ansichten, die aus heutiger Sicht als überholt zu betrachten oder die völlig falsch sind. Das ist im Bereich aller Wissenschaften nicht ungewöhnlich und durch den zwangsläufigen Fortschritt der Erkenntnisse bedingt. Aber es muß als besondere Leistung die Beschreibung und Deutung der „Stauungspapille" durch ihn im Jahre 1866 hervorgehoben werden. Die von ihm gewählte Bezeichnung ist heute in allen Sprachen in der Welt im Gebrauch und die von ihm aufgestellte Hypothese der Ursache jener Stauungszeichen im Augen­hintergrund ist wohl durch weitere Befunde und Entdeckungen erweitert, aber in ihren Grundzügen nicht verändert worden. Albrecht von Graefe hat seine wissenschaftlichen Arbeiten fast ausschließlich seit 1854 in dem von ihm begründeten „Archiv für Ophthalmologie" veröffentlicht, das er zuerst allein verlegt hat, dann aber unter Mitredaktion von Arlt (Prag) und Donders (Utrecht). Heute erscheint es zu seiner Ehrung als „Albrecht von Graefes Archiv für Ophthalmologie", zugleich als älteste, permanent herausgegebene augenärztliche Zeit­schrift in deutscher Sprache. Auch hier war er den Spuren des Vaters gefolgt, der ab 1820 zusammen mit dem Chirurgen Philipp Franz Walther (1782—1849) aus Bonn,

Next

/
Thumbnails
Contents