Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 78-79. (Budapest, 1976)
KÖZLEMÉNYEK - ELŐADÁSOK - Silló-Seidl, Georg: A gyomorvarrógép (Petz Aladár) (német nyelven)
an. Dann fragte er: ''Warum wurde das Instrument von zwei Leuten hergestellt ?" Ich war überrascht. Das muß ja ein großartiger Fachmann sein! Das Instrument war nagelneu verchromt/ Trotzdem sah er, daß der Stiel von einem anderen gemacht worden war. Ich erklärte ihm, mit welchen Schwierigkeiten ich zu tun hatte, bis ich überhaupt so weit war, zwei Apparate zu besitzen. . . [Abb. 10 — 12] Nachdem wir die Maschine auseinandergelegt hatten, sagte Scheerer nur so viel : Alles in Ordnung, wir werden sie fabrizieren.'' Ein Mann, ein Wort. In einigen Monaten war schon die erste 100-er Serie fertiggestellt.''' 1924 veröffentlichte Petz in dem in Leipzig erscheinenden Zentralblatt für Chirurgie seine Arbeit mit dem Titel: „Zur Technik der Magenresektion. Ein neues MagenDarmnähgerät". Die Druckfarbe auf der Arbeit war kaum getrocknet, als sich schon die ersten Gegner meldeten. Ein Vertreter der Tuttl inger Fabrik zeigte das Instrument in London einem prominenten Chirurgen. Der spielte damit herum, öffnete es, schloß es und sagte: „Es ' ist ein wunderbares Produkt. Nur derjenige, der es verwendet, ist ein Mörder". Seine Argumente waren nicht stichhaltig, da niemand eine Meinung äußern sollte, bevor er eine neue Konstruktion im Gebrauch gesehen hat. Die Firma verständigte Petz von dieser Meinung. Seine Antwort war kurz und bündig: „Als zwischen Stock ton und Darlington das erste englische Eisenbahnnetz gebaut wurde, stimmte der Magistrat von Stockton erst dann zu, wenn entlang der Schienen ein so hoher Zaun aufgestellt wird, daß die Eisenbahn bei der Durchfahrt nicht sichtbar wird. Der hohe Magistrat vertrat die Meinung, daß nicht nur diejenigen, die im Zug sitzen, sondern auch alle Zuschauer von der Geschwindigkeit (25 km in der Stunde!) verrückt werden". Mit diesem Argument bewaffnet, besuchte der Vertreter erneut den Professor. Dieser wurde rot, als er das Beispiel hörte und antwortete: „This Doctor Petz seems to be a very outspoken gentleman." (Dieser Dr. Petz scheint ein sehr offener Mensch zu sein.) Es blieb aber nicht bei dem einzigen Widerspruch. Der Privatdozent für Orthopädie an der Technischen Hochschule in Dresden, Dr. Göckel, veröffentlichte 1926 im „Chirurgisch-Technischen Korrespondenzblatt" einen Artikel „Plauderei vom Chirurgenkongreß 1926" und schrieb u. a. über das Petz'sche Nähgerät wie folgt: „Eine verblüffend arbeitende Magennahtzange von dem Ungarn Dr. Petz, die mit einem Druck zwei Wundränder zusammenheftet, hat hier wohl mancher zum ersten Male in natura bestaunt und abgelehnt. Es gibt auch eine Übertechnik!" Petz antwortete wieder mit einem Beispiel : „Als im August 1783 Professor Charlière seinen ersten Ballon auf der Marsch-Wiese in Paris aufstiegen ließ und dieser eine Stunde später bei einem Dorf landete, glaubten die einfachen Leute, daß der Mond heruntergefallen sei. Sie gerieten in panische Angst. Der Altestenrat wurde berufen, der beschloß, das Unding, das sie nicht kannten, zu vernichten. Die ganze Dorfbevölkerung rannte mit Heugabeln und Stöcken heraus und prügelten den Ballon «zu Tode». Göckel behandelt meine Nähmaschine ähnlich. Er versucht, das Produkt eines Gehirns totzuschlagen, von dem er als Orthopäde keine Ahnung hat." In Italien wurde die Petz'sche Magen- und Nähmaschine durch einen Streit zwischen zwei Professoren bekannt. Noch 1926 hatte Professor Taddei, der Direktor