Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 78-79. (Budapest, 1976)
KÖZLEMÉNYEK - ELŐADÁSOK - Silló-Seidl, Georg: A gyomorvarrógép (Petz Aladár) (német nyelven)
der Chirurgischen Universitätsklinik in Pisa, einen Vortrag über die technischen Möglichkeiten der Operationen am Magen- und Darmkanal gehalten. Dieser Vortrag ist in den offiziellen Zeitungen der Italienischen Chirurgischen Gesellschaft erschienen. Taddei berichtete u.a. von 12 Operationen, die er mit der Petz'schen Magen- und Nähmaschine durchgeführt und sie für vorzüglich gehalten hat. Einige Jahre später. 1931, erschien ein Gegenangriff aus der Feder von Professor Bastianeiii, der im St. Giovanni-Krankenhaus in Valdorno, nicht weit von Pisa, Chefarzt war. Bastianeiii hat diesen Artikel zum Anlaß genommen, Taddei, den er beneidete, eines auszuwischen. Dem viele 100 km entfernt wohnenden Autor hatte eigentlich dieser Angriff nicht gegolten. Bastianeiii hatte Taddei theatralische Elemente in Verwendung der Chirurgie vorgeworfen und behauptet, wohin das führen würde, wenn nur Maschinen in der Chirurgie verwendet werden, anstatt eine gute chirurgische Technik zu haben. Er hat Taddei kurz einen Snobisten genannt, da er mit ausländischen Instrumenten arbeitet. Allerdings hatte dieser Angriff so viel Wert, daß ganz Italien über die Petz'sche Magen-und Nähmaschine unterrichtet war. Das bestätigte eine Studentin, die Petz erzählte, daß der Professor in Padua in der Vorlesung den Nähapparat vorführte, ihn aber für eine holländische Erfindung hielt. Als die Studentin ihn darauf aufmerksam machte, daß diese von einem Ungarn erfunden worden war und auf dem Stiel des Apparates darauf stünde: Apparat nach von Petz, hat das der Professor eingesehen, daß er irrtümlicherweise das 'von' als 'van' gelesen hatte und deswegen Petz für einen Holländer hielt. In Frankreich wurde die Nähmaschine durch die Dissertation von André Nègre 1935 bekannt. In Deutschland, wo eigentlich der Petz'sche Apparat hergestellt wurde, ging es nicht so einwandfrei, bis die Maschine in das medizinische Inventar aufgenommen wurde. Erst als Professor Martin Kirchner von der Universität Tübingen, der bekannteste Chirurg der dreißiger Jahre, mit dieser Maschine operierte, wurde sie „hoffähig". Es ist bekannt, daß der Ruhm der Petz'schen Nähmaschine bis Australien vorgedrungen ist. Sir Heneage Ogilvie hat in Sidney darüber einen Vortrag gehalten (1947). Der Vortrag erschien in „The Australien and Journal of Surgery". In Rußland, wo man sehr gerne und sehr häufig mit den verschiedensten Nähmaschinen operierte, und die Russen selbst über eine vorzügliche Gefäßnähmaschine verfügen, wurde die Petz'sche Maschine schnell bekannt, zumal der jetzige Gesundheitsminister Professor Petrowski in den Fünfziger Jahren in Budapest an der Universität für Medizin einen Lehrstuhl hatte und dort den Apparat kennen.ernte. Auch in den Vereinigten Staaten verwendet man diese Maschine, sie ist auf der chirurgischen Station unentbehrlich. Petz selbst erzählt eine kleine, für ihn typische Geschichte: ,,In den fünfziger Jahren wurde ein englischer Major mit einem Oberschenkelbruch ins Krankenhaus Győr eingeliefert. Während seines Aufenthaltes hatte er mehrere Besuche von einem amerikanischen Arztmajor bekommen, der sonst in Baltimore an der Johns Hopkins Universität Assistent war. Bei einer Vorstellung versteht man meist die Namen nicht richtig. Während einer Konsultation sagte ich dem Amerikaner, daji er mich höchstwahrscheinlich kennt. Er war recht erstaunt, weil er vorher nie in Győr gewesen war und glaubte, dajj ich völlig verrückt geworden bin. Ich habe dann erwähnt, dajJ ich eine Magen- und Nähmaschine konstruiert habe. 'Dann sind Sie Dr. Petz' ,