Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 66-68. (Budapest, 1973)
FORUM - Semmelweis kórtörténetének nyomában — Bécs és Budapest levelezése (magyar, angol és német nyelven)
Ihre moralische Unterstützung, sehr geehrte Frau Professor, wird wahrscheinlich die Bedenken von Frau Dr. Jantsch beseitigen. Wir meinen, da das Interesse nicht seitens einer Privatperson, sondern seitens der Ungarischen Medizingeschichtlichen Gesellschaft und der Medizinischen Universität Semmelweis erfolgt, werden sich die Besorgnisse von Frau Dr, Jantsch vom wissenschaftlichem Standpunkte aus als unbegründet erweisen. Ich bitte nochmals um Ihre Nachsicht, dass ich Sie mit dieser Angelegenheit wiederholt störe. Mit vorzüglicher Hochachtung und besten Empfehlungen Dr. Imre Zoltán Rektor 9. Brief der Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin der Universität Wien, Frau Professor DDr. Erna Lesky, an Prof. Dr. Imre Zoltán, Rektor der Medizinischen Universität Budapest Wien, den 11. Januar 1970 Eure Magnifizenz! Mit bestem Dank bestätige ich den Erhalt Ihres Briefes vom 11. 12, 1969, der — vermutlich durch die Weihnachtspost verzögert — erst heute in meine Hände kam. Dass das von Magnifizenz Zerbst überbrachte Jubiläumsgeschenk Anklang gefunden hat und, wie ich heute von Herrn Dr. Antall erfuhr, in den „Communicationes" gewürdigt werden soll, ist mir eine ausserordentliche Freude, Denn in der Tat muss ich die Verantwortung dafür übernehmen. Umso mehr bedaure ich es, in der Angelegenheit des von Ihnen heute gefragten Semmelweis-Dokumentes nicht mehr als einen Rat geben zu können, wobei ich Eure Magnifizenz bitte, meinen guten Willen ausser Frage zu stellen. Aber auf Frau Doz. Dr. Jantsch habe ich seit deren Ausscheiden aus dem Institut für Geschichte der Medizin keinerlei Ingerenz. Juridisch verhalten sich die Dinge so, dass das Verfügungsrecht über ärztliche Dokumente aus den Krankenanstalten der Gemeinde Wien ausschliesslich bei dieser liegt, sodass hier auch Rektorat oder Dekanat keinerlei Einfluss nehmen könnten. Aus dem im November 1969 mit Eurer Magnifizenz geführten Gespräch habe ich die Überzeugung gewonnen, dass das Dokument im Original nicht mehr erhalten ist. Meiner persönlichen Auffassung nach wäre nur die Gemeinde Wien selbst imstande, Frau Doz. Dr. Jantsch die Legitimation zu geben, einer anderen Stelle die von ihr anscheinend seinerzeit besorgte Abschrift zur Verfügung zu stellen. So glaube ich, dass Schritte mit Aussicht auf Erfolg nur unmittelbar bei der Gemeinde Wien als der für die betreffende Krankenanstalt verantwortlichen Behörde unternommen werden könnten.