Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 64-65. (Budapest, 1972)
TANULMÁNYOK - Korompay, Bertalan: Edmund Krompecher (német nyelven)
zwei Monate Zutritt verschaffte. Er hörte Vorträge von Virchow, obwohl sein Besuch beim berühmten Professor nur einige Minuten dauerte. Berlin verliess er am 22. Juni, traf aber erst am 12. August in Paris ein. Die Zwischenzeit füllte er mit einer grossen Nordlandreise aus. Zuerst fuhr er über Trelleborg nach Malmö, fuhr nach Lund, dann nach Kopenhagen, sodann über Kiel, Hamburg und Bremen (um nur einige Städtenamen zu erwähnen) nach London, wo er sich elf Tage aufhielt. Danach bereiste er die Niederlanden und die Rheingegend, ganz hinunter bis Strassburg. Als er seinen Zielort erreichte, notierte er: die 54, Stadt. Auf einem ähnlichen Umweg entfernte er sich 1900 aus Frankreich. Von dort kehrte er über Nizza unter Berührung von Italien und der Schweiz heim. Nach zweiwöchiger Wanderung erreichte er schliesslich am 12. Mai Poprad. — In Paris beschäftigte er sich im Laufe der dort verbrachten acht und halb Monate mit Bakteriologie im Pasteur-Institut, dessen Leiter damals der aus Russland stammende Biologe Metschnikow war. Paris blieb ihm stets in guter Erinnerung. Hier fertigte er seine Studie über die Virulenz der Tuberkelbazillen an, die französisch in den Mitteilungen des Pasteur-Institutes erschien. Dies war seine längste und auch lehrreichste Studienreise. Sie wirkte sich auf seine gesamte Lebensart aus. Von da an blieb für immer etwas französisches an ihm haften, in seiner schwarzen Erscheinung und in der Ungekämmtheit seines krausen Schnurrbartes. Seinem Zipserernst und ungarischen Gemüt gesellten sich von nun an auch etwas französischer esprit und charme bei. Nach seiner Heimkehr nahm er den Faden seiner 1890 begonnenen Krebsforschungen auf. Diese Arbeit kulminierte 1903 als seine Aufsehen erregende Monographie „Der Basalzellenkrebs" beim Gustav Fischer-Verlag in Jena erschien. Diese Krebsart bestimmte er in seiner 1900 erschienenen Arbeit mit der Umschreibung „der drüsenartige Oberflächenepithelkrebs*' . Später verwarf er diese Benennung. Den neuen Namen benutzten Cornelius Beck und Edmund Krompecher erstmals in ihrer an der Unnaschen Preisausschreibung 1901 gekrönten Arbeit, die deutsch nach obiger Monographie (1903) erschien, während aber im Allgemeingebrauch den neuen Namen die Monographie bekanntmachte und der dann sehr rasch akzeptiert wurde. Heute heisst der offizielle Name: carcinoma basocellulare ulcus rhodens Krompecher. Bei Krompecher wurde seine Gewohnheit über seine deutsch erschienenen Studien auch kurz in ungarischer Sprache zu berichten. So war dies auch mit seiner Monographie. Er wurde 1905 vom Ungarischen Ärzteverein mit einem Preis bedacht. Der bisher unermüdlich forschende Naturgelehrte heiratet im Jahre 1904. Er nahm Erika Schulek, die Tochter von Frigyes Schulek, Professor der Technischen Universität, zur Frau. Sie war um zwölf Jahre jünger als er. Es war eine Liebesheirat. Sie trafen sich erstmals auf der neu erbauten Fischerbastei, einem der schönsten Punkte der ungarischen Hauptstadt, anlässlich eines geselligen Treffens, das die Mutter von Erika veranstaltete, bevor der Vater, der berühmte Architekt das Bauwerk der ungarischen Hauptstadt zur Benützung übergab. Nach einigen Jahren bezog die rasch wachsende Familie ein selbstgebautes Familienhaus auf dem Gellértberg. Hier lebte Krompecher vom Jahre 190S an. Er