Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 64-65. (Budapest, 1972)

TANULMÁNYOK - Korompay, Bertalan: Edmund Krompecher (német nyelven)

teilung der Ungarischen Akademie der Wissennschaften vorgelegt wurde. Es handelte sich um eine wirkliche Entdeckung. Er wies nach, dass die Zellen organischer Lebewesen sich auf die Art der anorganischen Gesetzmässigkeiten, d. h. den Kristallformationen folgend, teilen. Dieses Ergebnis überraschte H. Waldeyer, den Präsidenten der Deutschen Anatomischen Gesellschaft, den einstigen Chef Pertiks in Strassburg, anlässlich eines Budapester Aufenthaltes so sehr, dass er den damals kaum 24 jährigen Naturwissenschaftler sofort nach Basel einlud, um auf dem im April 1895 abgehaltenen Kongress einen Vortrag zu halten. Seine erste Auslandsreise verband er mit einem Umweg über Venedig und Mailand. Waldeyer erkannte sofort, dass er es mit einem geborenen For­scher zu tun habe. „Der junge Mann hat sich einen Namen gemacht* 4 — sagte er bei ihrem ersten Treffen. Einige Jahre später (1908) setzte er dies, als er darüber nachdachte, dass es die Aufgabe der Theoretiker sei, die verschiedenen Stufen für die Menschen der Praxis vorzubereiten, in einem Brief an Pertik wie folgt fort: „Ich glaube nun ... dass Dr. Krompecher einer von den Zimmerleuten ist, die an der Herstellung solch' neuer Stufen mitarbeiten wissen," Deshalb wünschte Waldeyer, dass Krompecher dazu die notwendige Unterstützung erhalten möge. Sein Start war ausgezeichnet. Nicht nur sein Vortrag in Basel erschien im Druck, sondern noch im gleichen Jahre auch seine erste selbständige Monographie über das gleiche Thema in zwei Sprachen, nämlich deutsch und ungarisch. Innerhalb von zwei Jahren konnte er seine diesbezüglichen Untersuchungen abschliessen. Nun folgten hintereinander Auslandsreisen, fast alljährlich. Er verweilte oft in Deutschland, dreimal in Paris und zweimal in London — auch mit seiner Frau zusammen. In seinen letzten Lebensjahren wechselten diese Reisen mit der Er­holung gewidmeten Sommerfrischen ab, in der Regel in Österreich. Es gab nur wenige Länder in Europa, die er nicht besucht hatte. Da er eine Vorliebe für Berge hatte, erklomm er noch als Assistent mit seinem Freund und Kollegen Tibor Verebély 1898 auch den Grossglockner, bei welcher Gelegenheit sie die Reise von Budapest nach Österreich auf dem Fahrrad absolvierten. Seine schön­sten Erinnerungen waren aber mit drei anderen Reisen verknüpft: mit seinen Wanderzügen durch Russland, von wo er auch für einige Tage nach Finnland, zum Imatra-Wasserfall hinüberfuhr und mit seiner ersten grossen Pariser Reise sowie mit seinem Italien-Auf enthalt 1924. Auch die dritte Reise war eine echte Studienfahrt, Mit seiner Gattin zusammen bereiste er Italien, wobei er die Budapester Universität bei der 700-Jahrfeier der Universität von Neapel reprä­sentierte. Seine Russlandreise im Sommer 1897 war mit dem XII. Ärztekongress in Moskau verknüpft. Sie dauerte fast einen Monat lang. Er reiste nach Nischni­Nowgorod (dem heutigen Gorki), besuchte die Krim, machte viele Aufnahmen, die er eigenhändig hervorrief und kaschierte. Nach Paris gelangte er mit einem einjährigen Stipendium (1000 Gulden), wobei er seinen Aufenthalt um zwei Monate verlängerte. Seine Abreise erfolgte am 1. April 1899, nach 17tägiger Wanderung traf er in Berlin ein. Den persönlichen Kontakt mit seinem treuesten deutschen Freund L. Aschoff nahm er in Göttingen auf. In Berlin widmete er sich dem Studium der pathologischen Anatomie. Er besuchte den dortigen Ärzteklub, in den ihn v. Hansemann — sein späterer scharfer Gegner — für

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