Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 64-65. (Budapest, 1972)
TANULMÁNYOK - Korompay, Bertalan: Edmund Krompecher (német nyelven)
Hier sollen auch seine Geschwister erwähnt werden. Sie waren drei, heirateten alle Ungarn, bzw. eine Ungarin, die eine Schwester in Budapest, die andere in der Provinz. Am längsten blieb sein jüngerer Bruder, Gyula, in seiner Heimatstadt, wo er die von ihrem Vater gegründte Bank bis zur Fusion weiter leitete. Er war ein bekannter Jäger der Tatra und fiel mit Frau und Enkelkind während der Belagerung Budapests einem Bombenangriff zum Opfer. In ihrer Jugend sammelten die Gebrüder zusammen Insekten und Mineralien ; sie sezierten Frösche und interessierten sich für die Flora der Hohen-Tatra. Man erzählt, dass sie sogar eine Telefonverbindung mit ihren Neffen in Felka zustande brachten. Edmund absolvierte das Iglauer Gymnasium. In einer ungarischen Hausarbeit beschreibt er einen Ausflug zum Kohlbacher Wasserfall (Tarpatak), den er mit seinen Mitschülern unter Leitung des Lehrers Martin Roth machte. Dieser Lehrer war auch der Vorsitzende des deutschen Schülervereins, Edmund hingegen der Sekretär. Dort hielt er vor seinem Abitur (das er übrigens ausgezeichnet bestanden hatte) eine Vorlesung unter dem Titel „Kaiser Joseph und seine Reformen". Diese Arbeit reflektiert nicht nur die fortschrittliche Denkweise des jungen Mannes, sondern zeigt in seinem periodisch zusammenfassenden Stil bereits den späteren Gelehrten. Der junge Mediziner wohnte zu Beginn seines Studiums in der Nähe der damals neuerbauten, zeitgemässen Gebäude der medizinischen Fakultät. Es ist überraschend, wie rasch er sein Interesse gewissen Fachgebieten zuwandte: neben seinen medizinischen Studien hörte er die zoologischen Vorlesungen von Tivadar Margó und besuchte auch seine Seminare. Selbst in den Jahren 1892— 93 besuchte er noch das Zoologische Institut. Im vorangehenden Jahr wohnte er — lehrplangemäss — den Vorlesungen von G. Scheuthauer, dieses Pathologen von österreichischer Abstammung bei, während dem er gleichzeitig auch die Vorlesung Otto Pertiks „Einführung in die bakteriologischen Untersuchungen" aufnahm, des künftigen Meisters, der später Nachfolger von Scheuthauer wurde. Diese Vorlesung und die durch sie zustande gekommene persönliche Verbindung übten dann eine entscheidende Wirkung auf seine späteren Studien und Forschungen aus. Pertik war ein europaweit bekannter Mediziner, der zudem auch noch über ausgezeichnete erzieherische Fähigkeiten verfügte. Der Umstand, dass durch seine Person eine Verbindung zwischen Bakteriologie und pathologische Anatomie zustande kam, führte Krompecher wieder auf das medizinische Gebiet zurück: zur pathologischen Anatomie und des näheren zur Krebsforschung. Sein späterer Assistent schreibt über sich in einem erhalten gebliebenen Gesuchsentwurf: „In meinem ersten Jahr als Medizinstudent arbeitete ich im I. Anatomischen Institut als Demonstrator. Im zweiten und dritten Jahr führte ich teils im Zoologischen Institut, teils im Oktober 1892 im Physiologischen Institut selbständige Untersuchungen durch. Im vierten Studienjahr wurde ich beim Pathologisch-anatomischen und Bakteriologischen Institut von Prof. Dr. Pertik im St. Stephan-Krankenhaus angestellt, wo ich vom September 1892 bis Februar 1895 als Volonteur tätig war und an den bakteriologischen pathologisch-anatomischen und pathologisch-histologischen Untersuchungen der damaligen Choleraepidemie