Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 64-65. (Budapest, 1972)

TANULMÁNYOK - Korompay, Bertalan: Edmund Krompecher (német nyelven)

natürlich auch beim Plattensee — sein neuerworbenes Wissen in der Praxis aus­führte. Sein gärtnerisches Wissen übergab er seiner Frau, während seine Söhne das eingebrachte schöne Obst im Kleinwagen nach Hause zogen. Im Garten auf dem Geliertberg wurden sogenannte Alpengruppen angelegt, wo er dann aus weitere Ferne beschaffte Pflanzen aussetzte, und den lateinischen Namen der betreffenden Pflanze auf einem kleinen Fähnlein immer notierte. In Balatonlelle begann er fast in jedem Jahr etwas zu bauen. Einen Keller, Bootshaus, eine Aus­sichtsterrasse oder eine Betonstutze zum Schutz des Ufers. Zuletzt, als seine Mutter in Poprad verschied, baute er aus der Erbschaft eine selbstentworfene „kleine Villa" neben die alte, auf das gleiche Grundstück, wobei er sich an allen Arbeiten beteiligte; wir kannten denn auch keinen konstruktiveren — ausser der Politik — alles verstehenden, arbeitsamen Menschen, Musste die Veranda neu gedeckt werden? War die Arbeit zu teuer? Dann beschaffte er das Material und machte es selber. Wurde unser Kahn leck? Er Hess ihn in die Werkstätte bringen und flickte ihn selber. Selbst einen Teil der Weihnachtsgeschenke fabrizierten unsere Eltern selber. Der Vater baute das Puppenhaus, und die Mutter polierte und malte es aus. 1912 las er irgendwo, dass man sich die Stimme der Vögel aneignen könne. Er beschaffte sich Voigts „Excursionsbuch zum Studium der Vogelstimmen". Ein Jahrzehnt später Hess er dann einen Artikel über die Ergebnisse dieses Hobbys in der naturwissenschaftlichen Zeitschrift Ungarns erschienen. „Mein Vogelführer begleitete mich auf allen meinen Wegen und . . . wurde zu meinem ständigen Gefährten und treuen Freund" — „Wie eintönig wären meine Spazier­gänge und Wanderungen, wenn ich keinen Kontakt mit Vögeln hätte ..." — „Welche Befriedigung das bietet, wenn ich nach jahrelangen Bemühungen einen ,neuen Vogel' entdecke oder besser gesagt, wenn ich die Stimme, den Gesang meiner alten Bekannten richtiger, genauer wiedergeben kann". Seine Beobachtungen no­tierte er mit schier wissenschaftlicher Systematik und Fachkenntnis. Er machte keine Differenzen, wenn einmal von dem Studium der „heissgeliebten Natur" die Rede war. Seine Gegner verspotteten ihn deshalb einmal, als in einer Zei­tungsdiskussion von der Besetzung einer Prosektor-Stellung in einem Kranken­haus die Rede war. Sie nannten ihn den „zwitschernden" Krompecher. Wir aber, die sein Lebenswerk schätzen, werden es als poetisch und rührend finden, wie dieser Forscher des Krebses, dieser schweren Krankheit, auf seinen Wanderun­gen sich mit den Singvögeln unterhielt. Nun kommen wir zu seinen letzten Lebensjahren. Der traurige Ausgang des Krieges, seine Trennung von der Heimat, von der Zips, die der Friedensvertrag von Trianon in die Tschechoslowakei einverleibte, erfüllten ihn mit Wehmut und Trauer. Das an Erprobungen reiche, aber erfolgreich bestandene Dekanats­jahr erschöpfte ihn zusehendst. Davor ging schon das über seine Kräfte, als er zur damals notwendigen Beschleunigung der Ärztebildung — bei Kriegsende — im Sommersemester Vorträge hielt. Hinzu gesellte sich noch, dass sich seine einstige, bereits als geheilt betrachtete Krankheit plötzlich wieder meldete. Mit den Augen des Pathologen sah er den Ausgang der unheilbaren Krankheit im voraus. Es folgten einige Übergangsjahre, dann zwang ihn die Krankheit 1925

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