Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 64-65. (Budapest, 1972)

TANULMÁNYOK - Korompay, Bertalan: Edmund Krompecher (német nyelven)

nieder. In zwei Jahren brach sie die Widerstandskraft seines Körpers, griff sein Gemüt an und brachte sein seelisches Gleichgewicht ins Schwanken. Der Abgrund warf seine Schatten voraus. Die seinen Tatendrang kannten, waren auf das Schlechteste vorbereitet. Am 26. August 1926 nahm er sich — in den frühen Morgenstunden —• das Leben. Man fand ihn bewusstlos in der Nähe seiner geliebten Blumen. Seine Besinnung erlangte er niemals wieder. Er ver­schied in den Mittagsstunden in einer Budapester Klinik. Seine Kinder wurden telegrafisch von ihrer Sommerfrische in der Zips und Umgebung zurückbeord­net. Zu seiner tragischen Tat möchte ich bemerken, dass er diese unserer Über­zeugung nach in unzurechnungsfähigem Zustand begangen hat. Dafür zeugt, dass er selber einen vorangehende Selbstmordversuch als einen in unzurech­nungsfähigem Zustanden begangenen bezeichnete. Abgesehen davon, dass sein Pessimismus sich in den Jahren seiner Krankheit naturgemäss vertiefte — was in seinen kleinen Heftchen, in die er seine Gedan­ken zu notieren pflegte, auch aus weltanschaulichen Belangen interessant ver­folgbar ist —, arbeitete er auch in den 20er Jahren unentwegt weiter. Seine Tätigkeit verschob sich sogar in die Richtung, seine bisherige Laufbahn ent­sprechend abzurunden und abzuschliessen. Selbst heute muss man die Plan­mässigkeit der Realisierung dieses Bestrebens bewundern. Der Kreis seiner Forschungen über den Basalzellenkrebs war damals schon fast abgeschlossen. Zuletzt verarbeitete er in gesonderten Studien die Basalzellenkrebse des Darmes, der Nasen- und Rachenwege sowie des Uterus und der Prostata. Im Frühling 1926 erschien in einem Sonderabdruck seine abschliessende Krebsstudie (Ver­gleichende Studien zur Pathogenese des Menschen- und Tierkrebses). Dies war bereits eine abschliessende Zusammenfassung zu seiner dreissigjährigen For­schertätigkeit, schreibt er doch einleitend: „Jetzt möchte ich beim Abschluss meiner diesbezüglichen Studien . . . zusammenfassen . . . Schlussfolgerungen . . . ziehen ..." usw. Ein recht beruhigender Gedanke, dass ihm dies noch damals gelang. Nach der Beendigung seiner Forschungen bezüglich aus den Epithelzellen hervorgegangenen Krebses, analysierte er in seinen neueren Arbeiten die nach Umwandlung des Zylinderepithels entstandenen Basalzellenkrebse. Damit wandte sich seine Aufmerksamkeit dem Problem der Metaplasie zu, indem er sich von immer entfernteren Gesichtspunkten aus mit ähnlichen pathologischen Prozessen befasste. In den Arbeiten dieser Epoche ist auch schon von den präcarcinomatösen Erscheinungen immer öfters die Rede. Dies ist eine Frage, sagt er selber, die in seinem Institut ständig Gegenstand der Forschungen war. Zu den zusammenfassenden Studien kann auch der kurze Artikel gereiht wer­den, der sich mit den Gesetzmässigkeiten in der Struktur des Krebses befasst. Von seinen Schülern und Anhängern verabschiedete er sich mit zwei Vor­lesungen. Diese liebten und schätzten ihn —• nachdem sie einen Einblick in seine Persönlichkeit werfen konnten — sehr, obwohl er nicht zu den Professoren gehörte, die sich mit den Angelegenheiten der anderen viel befassten, sondern eher den Typ des durch sein persönliches Beispiel wirkenden, zurückgezogenen Forschers verkörperte. Der eine Vortrag „Die Morphologie im Dienste der

Next

/
Thumbnails
Contents