Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 62-63. (Budapest, 1971)
TANULMÁNYOK - Ruttkay, László: Jessenius mint a wittenbergi egyetem professzora (német nyelven)
schienenen Buch des Urvaters der deutschen Dermatologie, mit Hafenreffer's Werk vergleichen, welches zwar 000 Seiten enthält, ist aber voll von nicht einmal in der damaligen Zeit annehmbaren Kuriositäten und Naivitäten. Im Kolligat mit der „Anatomie" liess Jessenius seinen Aufsatz über die Knochen drucken (De ossibus). Diesmal wollen wir über diese seine Arbeit nur soviel bemerken, dass sie im Vergleich mit der „Anatomie" von einer Ausführlichkeit, eingehendere Studien beweisender Fachmässigkeit charakterisiert wird. Der natürliche Grund dessen ist es, dass er in diesem Aufsatz jene Vorlesungen zusammengefasst hat, welche er an der medizinischen Fakultät, also vor seinen Schüler gehalten hat 01 . Selbst das obenerwähnte „Ottüv Slovnik Naucny" behauptet, dass diese einen „besseren Eindruck machen, da man von ihnen auf die eingehendere Studien, die Jessenius im Gebiete der Medizin machte, folgern kann" e2 . DIE „INSTITUTIONES CHIRURGICAE" Als Jessenius aus Prag nach Wittenberg zurückkehrte, wurde er im Herbst 1600 zum Dekan der medizinischen Fakultät gewählt. Bei der Besetzung seines Amtes hat er als Dekan von seinen Schülern zum Doktor der Medizin promoviert. Im selben Jahre hatte er gleichfalls an mehreren Disputen präsidiert und am Schluss dieses Jahres gab er sein grösstes und wichtigstes Werk, die „Institutiones chirurgicae" aus. Als Dekan hat er das Schuljahr mit einer grösseren Rede eröffnet 03 . Diese Rede, wie auch den Vortrag, welchen der Promotor, Andreas Schato diesmal über die ansteckenden Krankheiten hielt, dann bei der Promotion vorgetragene Bitte (petitio), die darauf gegebene Antwort des Dekans (responsio), wie auch die einzelnen Momente der Zeremonie hat er dann am Anfang des nächsten Jahres (1601) zusammengefast und in einem separaten Band drucken lassen. In der Budapester Széchényi-Landesbibliothek ist nur ein unvollständiges Exemplar dieses Buches zurückgeblieben, dessen Titelblatt — leider — ebenfalls fehlt. Laut Weszprémi Gi war der Titel der Rede des Dekans: „Programm de medicináé ortu et progressu, necnon praeclaris medicis in solenni panegyri 6 candidatorum doctorali". Dieses Buch — nach einer sehr zutreffenden Bemerkung von Dr. Pick — ist ein sozusagen alleinstehendes kulturhistorisches Dokument 05 . Wir kennen kaum in der Literatur noch eine solche Beschreibung, die die damalige Promotion an der Universität so detailliert, mit einer so pünktlichen und treuen Wiedergabe der dort vorgetragenen Reden und Zeremonien uns bekannt geben würde. Wir müssen aber diese Rede auch darum hervorheben, weil sie über die Vergangenheit sprechend hier auch solche Ärzte erwähnt, mit den Namen wel61 Sehe die Anmerkung Nr. 12. G2 Ottüv Slovnik Naucny. XIII. Bd. 1898. 277. S. C3 Fr. Pick a. W. 83. S. cl St. Weszprémi : Succincta med. biogr. Cent. II. 104. S. ,i5 Fr. Pick a. W. 84. S.