Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 62-63. (Budapest, 1971)

TANULMÁNYOK - Ruttkay, László: Jessenius mint a wittenbergi egyetem professzora (német nyelven)

eher wir uns nicht einmal im grundliegenden Werke von Haeser : „Geschichte der Medizin" begegnen, von denen aber auch die späteren Lexika nichts wissen, aber deren Namen wir auch in dem, über die Geschichte der Universität in Wittenberg von Friedensburg, auf Grunde von sorgfältigen Quellenforschungen geschriebenen Buch nicht vorfinden 66 . Kurz nach den bedeutenden Feierlichkeiten der Promotion — am 26. Novem­ber 1600 — richtete Jessenius einen Aufruf an die Zuhörer der Philosophie und an die der „soliden" Medizin, in dem er von der Wichtigkeit der Disputen spricht 67 . Er kündigt in diesen Anruf gleichfalls an, dass er an gewissen ausser­ordentlichen Tagen über die Erkrankungen der Haut Disputen halten wird. Der erste, der so eine Disput vorlesen wird, ist Johann Cögeler aus Würzen (diesen Traktat haben wir im Zusammenhang mit der Kritik L. Nékáms über die „Anatómia Pragensis" bereits kurz vorgestellt). In demselben Jahr hat der aus Böhmen stammende Martinus Polykarpus seine Abhandlung über die Pflanzen und Valentinas Mavius Ascanier über die Opera­tion des Harnsteins unter dem Präsidieren von Jessenius vorgetragen. Am Ende dieses an literarische Tätigkeit ungewöhnlich reichen Jahres hat Jessenius auf seine Tätigkeit die Krone mit seinem Buch aufgesetzt, welches im Sommer des Jahre 1601 erschienen ist und dessen verkürzter Titel „Institutiones chirurgicae" ist. Es ist sein am meisten gewürdigtes und bekanntes Werk, welches nach 73 Jahren auch in deutscher Übersetzung erschienen ist und an den deutschen Universitäten sozusagen ein Handbuch der Chirurgie wurde 68 . Das Wesentliche des Inhaltes der „Institutiones chirurgicae" machen wir nachstehend bekannt. Nach einer, an den Kaiser Rudolf II. gerichteten Widmung und nach dem, im Holzschnitt reproduzierten Bild des Kaisers folgt ein, auch in den damaligen Zeiten ziemlich übertriebenes Lob des friedensliebenden Herrschers, der ein aufrichtiger Gönner und Unterstützer der Kunst und Wissenschaften ist. Nach dieser höchst prahlerischer Einleitung verkündet Jessenius, dass er dem Wunsche seiner Freunde und seiner Schüler in Wittenberg genugtuen will, wenn er seine, in Wittenberg über die Chirurgie gehaltene Vorlesungen in diesem Buch zusammenfassend der Öffentlichkeit zum Lernen und zum Lehren überreicht. 6G Solcher war z. B. Melchior Jöstel, der bei dieser Angelegenheit zum Doktor der Medizin promoviert wurde. Jessenius bemerkt, dass er schon 41 Jahr alt war, als er promoviert wurde, aber schon lange Jahre Professor der Oberen Mathematik an der Fakultät der „Septem artes liberales". Es ist bemerkenswert, dass in dem grund­liegenden Werk des Friedensburg sein Name überhaupt nicht vorkommt. 67 Et Philosophiae et Medicináé Solide Studiosis SO. Johann Jessenius. Vitebergae. Anno MDC (1600), (Széchényi Landesbibliothek RMK 953). 68 Johannis Jessenii a Jessen: Institutiones chirurgicae quibus universa manu medendi ratio ostenditur. Vitebergae. Excudebat Laurentius Sauberlich, Anno MDCI. (Széchényi Landesbibliothek RMK III. 974. und auch in der Bibliothek der Ung. Wissenschaftlichen Akademie.); In deutscher Übersetzung: Anweisung zur Wund-Artznei: In Welcher alle und jede Art und Weise, durch dis Chirurgische Handgriffe zu heilen, gewiesen werden. Mit Einem kurtz-entworfenem Anatomischen Abriesz, und Zweyfachen Register, der Capitel und merckwürdigen Dinge. Nürn­berg. Verlegte Johann Daniel Tauber, Im Jahr Christi 1674.

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