Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 62-63. (Budapest, 1971)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK - Bugyi Balázs: Franz Anton Mesmer és magyarországi tartózkodása

IRODALOM Theopold, W. : Franz Anton Mesmer und der tierische Magnetismus. — Schiller, sein Leben und die Medizin im 18. Jahrhundert. Stuttgart, G. Fischer, 1964. 110-126. Walmsley, D. M. : Anton Mesmer. London, R. Haie, 1967. Zweig, St. : Heilung durch den Geist. Frankfurt/Main, P. Zsolnay, 1952. Zusammenfassung Es sind bereits zweihundert Jahre vergangen, seitdem Franz Anton Mesmer (1734-1815) in Wien die „magnetische" Heilsmethode angeregt hatte und doch genügte nicht einmal diese lange Zeitspanne, um entscheiden zu können, ob er ein Bahnbrecher, oder ein Scharlatan gewesen sei. Baron Horeczky, ein ungarischer Gutsbesitzer im damaligen Oberungarn lud Mesmer im Sommer 1755 in sein Schloss in Rohorv (Komitat Neutra) ein, damit dieser seine Halskrämpfe, Torticollis genannt, heile, welche bis dahin auf keine Heilmethode reagierten. Als Mesmer ankam, hatte er eine lange Aussprache mit Horeczky, er liess ihn sich ausrenden. Wir möchten dies heutzutage eine unge­bundene Assoziierung nennen, und der Pazient fühlte bereits, dass seine Schmerzen nachlassen, die Halssteifheit ist im Aufhören begriffen. Am nächsten Tag nahm ihn Mesmer in eine elektrisch-mechanische Behandlung: Horeczky's Zustand besserte sich weiter. Nach einer Behandlung von einigen Wochen meldeten sich die Beschwerden neuerlich, welche dann erst nach dem endgültigen Abgang von Mesmer gänzlich aufhörten. Während seines Aufenthaltes zu Rohorv heilte Mesmer auch die Bewohner der Umgebung und die slowakischen Bauer, daher verabschiedete den „Wunderdoktor" bei seiner Abreise eine Menge von Leuten. Von der Reise und vom Aufenthalt Mesmers in Ungarn hat der Hauslehrer der Familie Horeczky, Seifert im April 1812 in den Spalten des „Asklepeion" berichtet.

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