Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 57-59. (Budapest, 1971)

TANULMÁNYOK - Zalai Károly: A gyógyszerészdoktor-képzés fejlődése a budapesti egyetemen (német nyelven)

Felletár Emilius, Pharmaciae Magister annor. 28. R. cath. Tapoliza Cotta Zaladiensi oriundus. Examen rigorosum pro Doctoratu Pharmaciae subivit die 17-a Januarii 1862. Promotus die 20. Januarii. Diploma accepit. (Im gleichen Jahr, 1801/02 und unter demselben Dekanat wurden zum Doktor der Pharmazie promoviert: Gustav Scholtz, 24 Jahre alt, Augsburgischer Konfession, geboren in Bat­tonya, Komitat Csanád. Am 16. Dezember 1861 das Rigorosum für den Doktor der Pharmazie abgelegt. Promotion am 21, Dezember, Diplom übernommen. Emil Felletár Apotheker-Magister, 28 Jahre alt, röm.-katholisch geboren in Tapolca, Komitat Zala. Rigorosum für den Doktor der Pharmazie am 17. Januar 1862 bestanden. Promotion am 20. Januar, Diplom übernommen.) Die Wochenschrift der „Apothekerzeitung" berichtet hierüber: „Herr Gustav Scholtz war der erste, den die königl. ungarische Universität der Wissenschaften (am 21. Dez.) zum Doktor der Pharmazie promovierte; ihm folgte bald Emil Felletár, Hochschulassistent für Chemie, der am 17. d. Ms. seinen öffentlichen Vortrag zur Erlangung des akademischen Titels : Doktor der Pharmazie, hielt und am 21. Jan. zum Doktor dieses Faches promoviert wurde." [ 13] Dr. Gustav Scholtz ist in Battonya im Komitat Csanád geboren; daher kommt es wahrscheinlich, dass er seinen Namen später auf Csanády änderte. Seine Laufbahn begann in Budapest, in der Familienapotheke der Váci-Str. 34. (14), er erreichte in 1861 die Qualifikation: Magister der Pharmazie und in 1862: Doktor der Pharmazie. Seine Doktorarbeit, die sich höchstwahrscheinlich mit dem Gebiete der Chemie befasste, konnte bis heute nicht aufgefunden werden. In den Jahren 1862-1867 ist er der Chemiker des Komitates Pest, während dieser Zeit erscheinen seine Veröffentlichungen chemischen und pharmazeutischen Inhalts. In 1869-70 studierter auf der Universität in Halle landwirtschaftliche Chemie. Ab 1871 ist er an der Keszthely-er Höheren Landwirtschaftsschule Hochschullehrer für Chemie, Weinkunde und chemische Technologie, ab 1892 dort Direktor bis ZU seiner Inruhestandsetzung in 1901. Er schrieb 6 bemerkenswerte Abhandlun­gen aus dem Gebiete der Weinchemie. [ 15] Mit der Persönlichkeit von Dr. Emil Felletár haben sich die Geschichtsschrei­ber der Medizin und Pharmazie schon des öfteren beschäftigt. Neben zahlrei­chen Publikationen und pharmazeutischen Lehrbüchern ist sein grösster Ver­dienst die Gründung des Staatlichen Gerichtschemischen Institutes und die Schaffung der wissenschaftlichen Grundlagen der Ungarischen Gerichtsmedizin [16]. Seine Doktorarbeit ist ebenfalls unbekannt. Die Einführung der Doktorenausbildung in der Pharmazie wurde von der Gesellschaft der Apotheker und der derzeitigen Fachpresse freudig begrüsst, aber es wurden immer mehr Stimmen laut darüber, dass die Bedingungen des Doktorats zu streng seien. Beanstandet wurde vor allem die Tatsache, dass die Zur Erlangung der Urkunde notwendigen Prüfungen (insgesamt 3) alle mit Auszeichung zu bestehen waren, was bei keinem anderen Fach gefordert wurde. Baradlay und Bársony [17] beschreiben, dass zuerst die Bihar-Debrecener Apotheker-Gesellschaft auf ihrer Sitzung vom 25. 9. 1869 ihr Wort erhob gegen diese geringschätzende Ungerechtigkeit, indem sie eine Eingabe an den 13 Orvostörténeti Közlemények 57—59

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