Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 57-59. (Budapest, 1971)

TANULMÁNYOK - Zalai Károly: A gyógyszerészdoktor-képzés fejlődése a budapesti egyetemen (német nyelven)

namens Herold mit dem Titel „Dr. pharm." promoviert. [9.] Adlung und Urdang [ 10] beschreiben, dass Arzte und Apotheker oft von den im Gebiete det deutschen Herzogtümer, Fürstentümer tätigen Universitäten mit dem Ehrentitel „Dr. med. et pharm." ausgezeichnet wurden. Die Bedeutung der Einführung des Pharmazie-Doktor Titels in unserem Lande kann aufgrund der Würdigung in der demaligen Fachpresse ermessen werden. In dem I. Jahrgang der „Apothekerzeitung" des Jahres 1862 schreibt Emil Felletár unter dem Titel: „Über den Rang des Doktors der Pharmazie" — die Modifizierung des chemischen Doktorats auf das der Pharmazie bekannt­gebend — folgendes : „Diese Modifikation bezieht sich einzig und allein auf die Benennung des Ranges und ändert nichts an dem Wesen desselben. Diejenigen Ver­pflichtungen, denen der Doktorand der Chemie genüge tun musste, um die Urkunde zu erlangen : sind auch die strengen Bedingungen der neuen ; der Unterschied liegt einzig und allein in der Tatsache : dass diese neue Urkunde den Doktoranden nicht mit dem Titel des Doktors der „Chemie" sondern des der „Pharmazie" bekleidet. Zu einer Promotion als Doktor der Pharmazie sind also die Hauptbedingungen : dass er ausser dem Reifezeugnis auch über die Apothekarenurkunde verfüge; ausserdem ist es notwendig, dass er von den für die Erlangung der Urkunde notwen­digen 3 Prüfungen ein „ausgezeichnetes" Zeugnis vorweise, die Chemie auf der Hoch­schule noch ein Jahr lang besuche und in der Praxis übe und schliesslich einen öffent­lichen Vortrag halte über 2 offizielle chemische Präparate. — Nur nach entspre­chender Erfüllung dieser Bedingungen wird er von der Universität zum Doktor promoviert und ihm all die Rechte — ausser dem der Heilpraxis — gewahrt, die die Doktoren der Medizin gemessen. Die Pharmazie ist damit tatsächlich in die Reihe jener wissenschaftlichen Fächer gerückt, deren geschulte Mitglieder bis dahin berichtigt waren den Doktorentitel zu tragen, u. zw. : in die Reihe der Fachgebiete für Theologie, Medizin, Jura und Philosophie. Und während die obengenannte angemessene Verordnung — zu diesen vier Fachgebieten die Pharmazie als fünfte anschliessend — dieser wissenschaft­liches Ansehen verleiht .., Mit der Begründung des pharmazeutischen Doktorats wurde der Titel des Doktors der Chemie künftig gestrichen ; diese Anordnung ist allein deshalb angebracht : weil auf jeden Fall eine gewisse Inkonsequenz in dem Umstand lag, dass solange der Doktor der Medizin aus sämtlichen Fächern seines ärztlichen Lehrganges, der Doktor der Jura aus sämtlichen juristischen Fächern seine Urkunde erhielt : derjenige hingegen, der in allen Fächern der Pharmazie eine Prüfung bestehen musste, nur zum Doktor eines einzigen Faches wurde." [11] Die Möglichkeit zur Erwerbung des Doktorgrades der Pharmazie auf einer Universität des Heimatlandes führte rasch zur Promotion der ersten Doktoren der Pharmazie. Auf der 752.-en Seite des 2. Buches unserer Universität zur Registrierung der Diplome und Urkunden der Magister der Chirurgie und Pharmazie [12] sehen wir folgende Eintragung: „Eodem anno scholastico 1861/2 atque sub eodem Decanatu in Doctorem Pharmaciae promoti sunt : Scholtz Gustavus, annor. 24, Augustanae Confessionis, Battony a in Comitatu Csanadiensi oriundus. Examen rigorosum pro Doctoratu Pharmaciae subivit die 16-a Decembris 1861. Adjuratus die 21. Decembris, Diploma accepit.

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