Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 45. (Budapest, 1968)

TANULMÁNYOK - Spielmann József—Szőkefalvi Nagy Zoltán—Soós Pál: A kémikus és balneológus Mátyus István és kora

Zusammenhang. Das Heilwirken schreibt er dem im Wasser in grosser Menge vorkommenden Kalk zu. Bemerkenswert ist seine Feststellung, dass der Domb­háter Mineralwasserschlamm für die Heilung von Wunden sehr wirksam sei. Diese Eigenschaft wird auch von Nyulas anerkannt. Im Lichte unserer heutigen Erkentnisse hängt das wahrscheinlich mit den radioaktiven, bakteriziden Eigen­schaften dieses Mineralwasserschlammes zusammen. Die Quelle von Szentgyörgy ist das letzte in der Reihe der Radnaer Mineral­wässer, die er analysiert. Er fand ihren Salzgehalt höher als jenen der Domb­háter Quelle, den Gehalt von Schwefelwasserstoff niedriger, ihren Geschmack weniger angehemn. In Mátyus' Zeiten wurde die Szentgyörgyer Quelle kaum für Heilszwecke benutzt. Umso bemerkenswerter ist seine Behauptung und sein Urteil, dass das Szentgyörgyer Mineralwasser hinsichtlich seiner Wirkung un­mittelbar nach dem Dombháter Wasser folgt. Heutzutage ist nämlich das Szent­györgyer Wasser ein sehr bedeutendes Heilwasser der Rumänischen Soziali­stischen Republik. Sein hoher radioaktiver Gehalt macht es besonders wertvoll. Mátyus erwähnt und beschreibt die Mineralwässer der heutigen Bezirken Gyergyó, Csík, Kezdi, Sepsiszentgyörgy, Udvarhely und der Provinz Hunyad. In der Ortschaft Zovány, bei Szilágysomlyó erwähnt er ein Mineralwasser mit Alaungehalt. Diese seine Beobachtung ist darum interessant, weil in der Rumänischen Sozialistischen Republik die alaunhaltigen Mineralwässer ziem­lich selten sind. Quellen in der Alten und Neuen Diaetetica, die bisher in keiner anderen Schrift vorkommen, sind die 3 Báznaer. Die eine ist stark salzhaft, die andere bitter (es ist an ihr der unangenehme Geruch des Schwefelwasserstoffes spürbar), die dritte ist auch salzhaft und von starkem Schwefelwasserstoffgeruch. Letztere ist die ergiebigste. Ihre Oberfläche bedeckt in den Sommermonaten eine dünne Erdölschicht, zündet man sie an, brennt die gesamte Quelle mit lebendiger Flamme. Den Erdgas hat jedoch Mátyus — ebenso wie seine Zeitgenossen — noch nicht gekannt. Die Báznaer Salzwässer benützten Mátyus' Zeitgenossen Zwecks Sitzbäder im Falle von ödematosen, ulzerösen Füssen. Mátyus erwähnt auch die Mofetten von Málnás, Torja und Árkos. Darüber schreibt ausser ihm nur noch sein Zeitgenosse, János Fridvaldszky. Daher müs­sen wir beide als die ersten Beschreiber der siebenbürgischen Mofetten betrach­ten. c) DIE ROLLE MÁTYUS' IN DER VERBREITUNG VON CHEMISCHEN KENNTNISSEN Die Werke Mátyus' — die zweierlei Ausgaben der Diaetetica — sind in der Geschichte der siebenbürgischen Naturwissenschaften, besonders in chemischer Beziehung bahnbrechend. Einerseits lehnte er sich in der Abfassung von chemischen Begriffen an die Sprache des Volkes an, anderseits bediente er sich der Umschreibung, oder des ursprünglichen lateinischen Ausdrucks, wo er kein geeignetes ungarisches Wort vorfand.

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