Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 45. (Budapest, 1968)

TANULMÁNYOK - Spielmann József—Szőkefalvi Nagy Zoltán—Soós Pál: A kémikus és balneológus Mátyus István és kora

ZUSAMMENFASSUNG D er im J. 1773 verfasste schriftliche Aufsatz „De aquis Rhadnensibus" von István Mátyus ist in der Dissertations-Sammlung einer Bolyai-Telekischen Dokumentationsbibliothek zu Marosvásárhely unter der Reihenummer 2439G vorhanden. Nach mehr als anderthalb Jahrhundert, gelegentlich einer Neuord­nung der Bibliothek fanden ihn im J. 1901 Dr. Elek Farczády, Margit Székely und Dr. József Spielmann vor. Die kleine, nur auf 10 Blätter von Kleinoktav-Format geschriebene Disser­tation ist unter mehreren gedruckten Arbeiten die einzige Handschrift. Zum angegebenen Teil ist ein 7 Seiten umfassender, wahrscheinlich von der selben Hand herrührender, im J. 1772 geschriebener Anhang beigefügt. Das die Handschrift enthaltende Kolligatum stammt aus der persönlichen Bibliothek des István Mátyus. Auf dessen Rücken kam (wahrscheinlich noch zur Zeit des ursprünglichen Inhabers) folgende gedruckte Inschrift: „I. N. Crantz: De aquis min." Die Dissertationen beschäftigen sich mit Fragen der Analyse von Mineralwässern und kamen aus der Schule des Wiener Professors J. H. Crantz hervor. Der Reihenfolge nach erster Aufsatz ist die Promotionsdissertation des Franz Josef Staehling, eines Pressburger Arztes, die an der Wiener Universität im J. 1772 verteidigt wurde: „Diss. inaug. chemico-medica, sistens methodum gene­ralem explorandi aquas medicatas." Die bemerkenswerte Disseitation macht uns mit den analytischen Verfahren der zeitgenössischen Autoren und mit den nötigen Reagenten bekannt. Die Dissertation wurde von Crantz an Mátyus abgesandt um als Leitfaden zur dessen Mineralwässer analysierenden Tätigkeit zu dienen. Jener Anhang zum Aufsatz „De aquis Rhadnensibus" (Vom Radnaer Mineralwasser), der hier nicht publiziert wird, ist in der Wirklichkeit ein Auszug vom Werke Staehlings. Für uns ist die vierte Dissertation die wertvollste. Es ist die Dissertation des Lucas Wagner, eines Kronstädter Arztes über die siebenbürgischen Mineral­wässer: „Diss. inaug. med. chemica De Aquis medicatis Magni Principatus Transylvaniae". Diese 95 Seiten umfassende Abhandlung wurde unter der persön­lichen Aufsicht von Crantz verfasst, sie berichtet auch über mehrere gemeinsam vorgenommene Untersuchungen. L. Wagner machte sich beim Beschreiben der 19 Mineralwasserquellen auch die Wasseranalysen des I. Mátyus nutzbar, so

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