Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 41. (Budapest, 1967)
Migály Béla: Erklärung der phylogenetischen Entfaltung der Bipedie von physischer Hinsicht
Woher stammt jedoch diese automatische Sicherheit in dieser feinkomplizierten und nicht geübter Bewegungsart?! Auf einen Augenblick könnte man wohl denken, dass diese Weise der Armbewegung vielleicht der akzessorischen Armbewegung entspreche. Die Unmöglichkeit dieser Annahme tritt jedoch sofort zutage, wenn wir bedenken, dass die dynamische Komponente der akzessorischen Armbewegung jene freie, pendelartige Bewegung ist, die durch Wendungen der vertikal liegenden Wirbelsäule um seine Längenachse entsteht; eine solche kann aber bei Gliedern, die sich mit mit horisontaler Haltung der Wirbelsäule an den Boden setzen, nicht vorkommen. Die vom Gleichgewichtsreiz bedingten Komponente sollten jedoch auch jetzt eine diagonale Phasenübereinstimmung fordern, wogegen in der Wirklichkeit eine genau eingehaltene Phasendifferenz auftritt. Für die Erklärung der besprochenen Frage gibt es nur eine Möglichkeit: die Ursache des automatischen diagonalen Ganges der Menschen kann nur allein die seit vielen Millionen Jahren dauernde Innervation der vierfüssigen Urahnen des Menschen Sein, also eine reflexartig vererbte genaue Funktion der Elemente des Gehens zu vier Füssen, die als atavistische Eigenschaft der Menschheit bis auf uns bestehen blieb. Sehr zutreffend sind darüber die folgenden Zeilen des erwähnten Werkes von R. Wiedersheim [2] (S. 157) : „In dem ganzen Tierreiche zeichnet sich das Nervensystem allen anderen Organsystemen gegenüber durch einen konservativeren Charakter aus, und bietet dementsprechend wenig Aussicht auf das Vorkommen rudimentärer Organe. Gleichwohl aber fehlen letztere nicht gänzlich, und zugleich sind sie hier zum Teil von ganz besonderem Interesse, weil sie den besten Beweis liefern für die überaus grosse Zähigkeit mit welcher ein Organ, bzw. ein Teil eines solchen, durch unendlich grosse Zeiträume hindurch selbst dann noch von Träger festgehalten und fort vererbt wird, wenn dessen physiologische Leistung offenbar schon bedeutend reduziert oder gar nicht mehr ersichtlich ist." Dieser Abschnitt, der die vorderen Glieder koordiniert und beim Gang zu zwei Füssen völlig in den Hintergrund tritt, rückt sofort in den Vordergrund und wird aktiv, alsbald die senkrecht an den Boden gesetzten Arme den Druck des Rumpfes verspüren. Dieser quadm