Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 33. (Budapest, 1964)
Dr. Frantisek Pachner: Semmelweis és Prága
Lange Jahre hindurch arbeitete er in der Klinik allein. Erst nach 13 Jahren hat er das erste Mal einen Assistenten bekommen und mit einem Assistenten arbeitete er viele Jahre. Er musste sowohl Vorlesungen für Mediziner, als auch für Hebammenschülerinnen abhalten und erst im Jahre 1850, als er schon in den Ruhestand getreten war, ist sein sehnlicher Wunsch in Erfüllung gegangen: die Klinik wurde in zwei Teile — eine ärztliche und eine Hebammenklinik aufgeteilt. Vorstand der ärztlichen Klinik wurde sein Schüler und gewesener Assistent Kiwisch, derzeit Professor in Würzburg und Chef der Hebammenklinik ebenfalls sein Schüler und Assistent, Wilhelm Lange (1813—1881). Die Prager Schule wurde von vielen Schülern auch aus dem Auslande aufgesucht, insbesondere aus, Deutschland. Jagmann bildete zahlreiche tüchtige Geburtshelfer aus und für seine erfolgreiche Tätigkeit erhielt er viele Orden und Auszeichnungen und wurde in den Adelstand erhoben. Sieben seiner Schüler (Kiwisch, Lange, Chiari, Scanzoni, Seyfert, Breisky und Streng ) wurden Universitätsprofessoren. Literarisch war Jugmann allerdings nicht sehr tätig, es ist aber sein ausserordentlicher Verdienst, dass er das erste tschechische Hebammenlehrbuch geschrieben hat, das einigemal hintereinander neu ausgegeben wurde und viele Jahre hindurch das Standartlehrbuch für Hebammen war. Aber trotz seiner vorteilhaften Eigenschaften und trotz seiner vorzüglichen fachlichen Bildung hat Jugmann dem Kampf Semmelweis, gegen das Kindbettfieber kein Interesse entgegengebracht. In seinen Publikationen ist überhaupt keine Erwähnung darüber zu finden. Auf seiner Klinik war die Sterblichkeit infolge Puerperalfiebers standing sehr hoch. Die Letalität der an Kindbettfieber erkrankten betrug: im Jahre 1848 37,36% im Jahre 1849 45,54% im Jahre 1850 52,65% Von allen Kranheiten, die statistisch erfasst wurden, hatte das Puerperalfieber damals die höchste Letalität. Im Jahre 1850 als in Prag eine grosse Choleraepidemie wütete, starben im Prager Kran7* 99