Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 32. (Budapest, 1964)

Palla Ákos: Über die Verrechnung des Spitalmeisters zu Ödenburg aus dem Jahre 1586

Und jetzt bringen wir einige Konsekvenzen in Abzug über die Verrechnung des Herren Hans Hückels Bürger des inneren Rates zu Ödenburg, der noch im Jahre 1586 der verordnete Spitalmeister des Spitals war. Wir wollen das mit dieser tiefen Ehrfurcht vollbrin­gen, die folg eder wenig Angaben für fast nur aus den Folgerungen lebenden Forscher möglich ist, der nur schon die in der Vergan­genheit lebenden und zu Nebelgestalten gewordenen Menschen als Zeuge beschwören kann zur Rechtfertigung ihrer Taten, der guten ebenso wie der bösen. So taucht vorausgehend dieser Grund­gedanke auf, inwiefern dieses Hospital dem Begriff des heutigen Spitals entspricht, und dessen Tätigkeit der Heilung der Kranken. Diesbezüglich stehen uns ausserordentlich spärliche Angaben zur Verfügung. Unter den Ausgaben kommen weder der Lohn des Arztes, noch der des Apothekers vor. Es fehlen die Preise der zu der Pflege nötigen Heilmitteln aber öfters stossen wir auf solche Bemerkungen: ich kaufte für die armen Leute Fleisch, Fisch, enthülsten Hirse, Gerste. „Allerley gewürcz so vermueg seines Auszugs zu notturftt der Armen leut gehohmen worden." „Denn Armen Leuthen khauftt ich 30 ein Leinbat." „Pfaidten, Ley­lachen vnnd gathien." Die Zeit des Kaufes ist der Margarethen Markt, so war also mehr die Rede von Wäsche als von Sommer­kleidern. Alldas beweisst, dass in der Institution nicht Kranke, sondern Greise wohnten, noch dazu in genug grosser Zahl Männer und Frauen, dem Lebensende sich nahende Leute. In diesem Jahr bekommt der Totengräber in zehn Fällen Arbeitslohn und ebenso oft trägt er Tote auf den Friedhof. Unter diesen Toten kauft der Spitalmeister nur für sechs pro Person drei Ein „Vberthan". Den andern vieren würde es auch gebühren, es kommt ihnen aber nicht zu. Dass wir annehmen, dass hier keinerlei Krankenheilung vor­kam, unterstützen folgende Zeilen: „Auss Beuelch meiner herren gab ich des Pauln Fleishackhers Holden welchen man wegen seiner bösen Khranckheit nicht in das SPital nehmen wollen. 2 Tal. 4 Sol. Den." Die Leitung des Spitals war also nicht in der Hand des Johannes Hückels, sondern in der einer Kommission, und das ist destomehr sicher weil das Wort „Herren" im Plural gebraucht wird. Er fühlte sich nicht verpflichtet den Fleischhacker-Gehilfen der eine näher nicht zu bestimmende „böse Khranckheit" hatte, ins Spital it-

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