Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 32. (Budapest, 1964)

Palla Ákos: Über die Verrechnung des Spitalmeisters zu Ödenburg aus dem Jahre 1586

aufzunehmen. Aber nachdem das vor vielen bekannt gewesen sein konnte, „meine Herren" niemand anderes war als der städtische Rat, der ihn abwies. Mit einer wesentlich grösseren Summe als üblich, mit zwei Pfund und vier Solidus. Den Totengräbern zahlte man für das Grabschaufeln und den Toten hinauszutragen zwei Solidus aber für das Kastrieren der Sauen gebühren schon zwei Solidus und 12 Denar. Es ist anzunehmen, dass der erwähnte Fleischhackergeselle Lepra oder eine Blutkrankheit hatte. Diese Krankheiten wurden aber zurzeit nicht von einander getrennt, sondern die Kranken doch separiert und nicht im gemeinsamen Spital gepflegt, d. h. untergebracht wurden. Über so ein Leproso­rium haben wir im Falle Ödenburg keine Kenntnis, also wird unser Mann als ungewünscht mit einer beträchtlichen Summe Geld und Wegzehrung ausgerüstet abgewiesen. „Dem Maister Benedict Schuster zalt ich Laut seines Ausszugs vmb schuech die er in das SPital gemacht." Aus alldem geht hervor, dass Ödenburg in dieser Zeit noch über kein Spital verfügte, aber typisch mit so einer Insti­tution, welche man Armenhaus oder Altersheim nennt, wohin die alten Leute von ihren eigenen Willen abhängend hinzogen, ihr Vermögen der Institution zur Verfügung stellend. Dies ist in ihrer Tätigkeit bis heute dem Altersheim in Nagyszeben ähnlich. Denn wenn hier spitalmässige Heilung gewesen wäre, dann hätten zwei­fellos solche Bedürfnisse befriedigt werden müssen, welche mit der Bekämpfung gewisser Krankheiten zusammenhängen aber deren wirtschaftliche Spur ist binnen eines Jahres nicht nachzuweisen. Öfters Todesfälle, darunter stammen auch einige gewaltsame und bei der Heilung der letzteren falls das Spital einen Arzt hätte, wäre seine Anwesenheit nicht zu vermissen. Das hat aber nicht einmal einen Anschein. Also das scheint annehmbar was wir an­fangs verlauten Hessen, dass wir es hier mit einem wirtschaftlich gut begründeten Altersheim zu tun haben, und daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit der Dienst der Pflege und der Prophylaxe des Spitals. Aber in unserem Falle scheiden uns noch Jahrhunderte davon. Die in dem Spital eintreffenden Todesfälle sind im allgemeinen die letzten Lebensrhyhtmen verbrauchter abgenützter Leute, Vaga­bunden und Bettler. Dieser Teil des Textes der folgendermassen

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