Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 20. (Budapest, 1961)
dr. Katona Ferenc: Ismeretelméleti és származástani kérdések Goethe Faustjában
Diese Anschauung verhalf Goethe dazu, die wissenschaftliche Methodik, welche sich auf dem Wege der Zergliederung der Vorgänge befand und welche durch Anwendung der Analyse ohne Synthese die durch die induktive Methodik erzielten Resultate fälscht, seiner Kritik unterwerfen zu können. „Ein Jahrhundert, welches sich nur auf die Analyse stützt und vor der Synthese Angst hat, ist nicht auf dem richtigen Wege, denn die zwei, wie Ein- und Ausatmen, bilden zusammen das Leben der Wissenschaft" - schreibt Goethe in seinen naturwissenschaftlichen Aufzeichnungen. Goethe erkannte, dass die ständige Anwendung der Induktion die grundlegende Methode der Naturwissenschaft ist; nur durch sie kann man die Erscheinungen, die Prozesse erkennen, weil diese Methode rationell und positiv ist. In sich jedoch ist dies nur der erste Teil der Erkenntnis der Naturwissenschaft. Diese Methode ist, wie schon früher gesagt wurde, die successive Analyse der Erfahrungen. Vollkommen wird sie nur durch die Anwendung der deduktiven Methode: der Synthese. Beide entspringen dem menschlichen Gehirn; die zeitgemässe, richtige Methode fordert ihre einheitliche Anwendung. Goethe kämpfte mit allen Mitteln für diese Methode, denn er erkannte, dass das Wesen der Erkenntnis der lebenden Natur in dem Studium der Vorgänge verborgen ist und diese ohne Deduktion, Synthese unnahbar sind, - möge die Naturwissenschaft noch so viel positives Wissenmaterial aufhäufen. Goethe gab die Parole aus, Newton's Anschauung weiterzuentwickeln, denn er war der Meinung, in erster Linie seien die Franzosen für die Stagnation der Mechanik verantwortlich. „Besonders die Franzosen tragen die Verantwortung für die Versteinerung und Verbreitung dieser Theorie. Sie müssten im XIX. Jahrhundert diesen Fehler gutmachen, eine frische Analyse entwickeln und somit der erstarrten Hypothese zu Hilfe kommen." Die zeitgemässe Aufgabe der Naturwissenschaft ist die Erschliessung der Zusammenhänge durch Erforschen der Erscheinungen. In Goethe's naturwissenschaftlichen Aufzeichnungen lesen wir: „Der leitende Gesichtspunkt, welchen man bei ausschliess-